Dienstag, 12. Juli 2016 19:00 Uhr

Das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Diskussionsstand und Perspektiven zum Erhalt der NS-Bauten

Einführung: Florian Dierl M.A., Nürnberg
anschließende Podiumsdiskussion mit:
Florian Dierl M.A., Nürnberg
Prof. Dr. Günter Morsch, Oranienburg
Prof. Dr-Ing. Winfried Nerdinger, München
Moderation: Nikolaus Bernau, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Marschordnungen. Das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg”

(Gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände)

Das etwa 11 Quadratkilometer umfassende ehemalige Reichsparteitagsgelände im Südosten Nürnbergs bildet das größte erhaltene Ensemble nationalsozialistischer Staats- und Parteiarchitektur in der Bundesrepublik Deutschland. Angesichts des maroden Zustands mancher Anlagen droht die weitflächige Absperrung markanter Geländeteile. Kritische Fragen nach Sinn und Nutzen des finanziellen Aufwands für die Bewahrung der Bauten erhalten nicht zuletzt im Kontext des zunehmenden touristischen Interesses am architektonischen Erbe der NS-Zeit neues Gewicht.
In seiner Einführung gibt Florian Dierl einen Überblick über die noch vorhandenen Reste der Monumentalbauten und die vielfältigen Ansätze der Nachnutzung verschiedener Teile des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes. Die Podiumsdiskussion widmet sich dem derzeitigen Diskussionstand und den Perspektiven zum Erhalt der NS-Bauten.

Florian Dierl, 1969 geboren, ist Historiker und Leiter der Abteilung „Erinnerungskultur und Zeitgeschichte” der Museen der Stadt Nürnberg und Leiter des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.

Günter Morsch, 1952 geboren, ist Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen sowie Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin.

Winfried Nerdinger, 1944 geboren, ist Professor em. für Geschichte der Architektur und Baukonstruktion an der Technischen Universität München und seit 2012 Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München.

Nikolaus Bernau, 1964 geboren, Journalist und Sachbuchautor, arbeitet seit 2000 als Freier Redakteur mit den Schwerpunkten Architektur, Städtebau, Museums- und Kulturpolitik sowie Geschichte in der Redaktion der Berliner Zeitung.