Mittwoch, 6. Januar 2016 20:00 Uhr

Das Gelände

Dokumentarfilm, D 2013, 93 Minuten, Regie: Martin Gressmann

Nach dem Film steht Martin Gressmann für Fragen zur Verfügung.
Moderation: Ulrich Tempel, Stiftung Topographie des Terrors

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Einritt frei

Seit Mitte der 1980er Jahre verfolgte Martin Gressmann im Rahmen einer Langzeitbetrachtung über mehr als 25 Jahre die Entwicklung des Geländes der heutigen „Topographie des Terrors” und seiner unmittelbaren Umgebung. Aus dieser Dokumentation in 35 mm Breitbild entstand der Film „Das Gelände”.

Martin Gressmann nähert sich dem Gelände mit Neugier und Interesse sowohl für die großen Linien der Entwicklung seit dem 18. Jahrhundert als auch für scheinbare Details. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der Nutzung der Gebäude als Zentralen von Gestapo und SS nach 1933 und den verschiedenen Phasen der (Nicht-)Auseinandersetzung mit dem Gelände seit der frühen Nachkriegszeit. Gressmann interessieren aber auch Gebäude und Ereignisse im Umfeld, so die im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1987 entstehende Wohnbebauung, die Maueröffnung an der Stresemannstraße, der Einzug der Treuhandanstalt in die Wilhelmstraße oder die Feier vor dem Abgeordnetenhaus zum Abzug der Alliierten. Verschiedene Personen, die dazu beigetragen haben, den Ort im Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit zu verankern, kommen darüber hinaus zu Wort.
Die Filmzeitschrift „epd Film” nennt „Das Gelände” einen „faszinierenden Essay”. Ulrich Gutmair bescheinigt dem Film in der „Tageszeitung”, dass „die Zuschauer dem Ort und seiner Geschichte gleichermaßen nahe kommen können”. „Die Kamera als Komplizin der Archäologie” übertitelt Eckhard Fuhr seine Rezension in der „Berliner Morgenpost” und bezeichnet „Das Gelände” als „ungemein fesselnde Erzählung Berliner und deutscher Historie”. 
Weitere Informationen: www.das-gelaende.de. Hier finden sich auch zwei dreiminütige Trailer zum Film.

Martin Gressmann, 1953 geboren, studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und arbeitete danach vorwiegend als Kameramann im In- und Ausland. Er lebt seit 1981 in Berlin. Martin Gressmann erhielt für „Das Gelände” den „new berlin film Award” in der Kategorie Beste Kamera beim Filmfestival „Achtung Berlin” 2015.