Dienstag, 8. September 2015 19:00 Uhr

Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Asien

Vortrag: Prof. Dr. Gerhard Krebs, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin

Topographie des Terrors  Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Deutschland 1945 – Die letzten Kriegsmonate”

Nach dem japanischen Überfall auf den US-amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 galt der von den westlichen Alliierten im Pazifik geführte Krieg der Zerschlagung des expandierenden japanischen Imperiums. Während der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 beendet war, wurde der Krieg im asiatisch-pazifischen Raum mit aller Härte fortgesetzt. Hier zeichnete sich erst am 14. August 1945 ein Ende ab – nach dem Abwurf zweier US-amerikanischer Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki (6. und 9. August) und der Besetzung der Mandschurei durch die Rote Armee infolge der sowjetischen Kriegserklärung an Japan vom 8. August. Am 2. September 1945 wurde die bedingungslose Kapitulation Japans unterzeichnet.
In seinem Vortrag berichtet Gerhard Krebs über die Ereignisse, die in Asien zum Ende des Zweiten Weltkriegs führten. Er analysiert die weltpolitische Zäsur des Kriegsendes auch mit Blick auf die Folgen für die Anti-Hitler-Koalition und die Regelung der Nachkriegsordnung sowie die folgenden kriegerischen Konflikte in Asien.

Gerhard Krebs, 1943 geboren, ist ehemaliger Gastprofessor an der Freien Universität Berlin für Japanologie und lehrte an Universitäten in Tokyo, Freiburg/Br. und Trier. Der Historiker forschte u.a. mehrere Jahre am Deutschen Institut für Japanstudien in Tokyo und war später am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam tätig. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt, darunter die zweibändige Studie Japans Deutschlandpolitik 19351941. Eine Studie zur Vorgeschichte des pazifischen Krieges (1984), den Beitrag Der Krieg im Pazifik 19431945 im Band 7 der Reihe des Militärgeschichtlichen Forschungsamts „Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg” (2001) und Japan im Pazifischen Krieg. Herrschaftssystem, politische Willensbildung und Friedenssuche (2010).

Andreas Nachama ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.