Samstag, 30. Mai 2015 14:00 Uhr

Architektur im NS-Staat am Beispiel Berlin | Colloquium

14.00–18.00 Uhr

Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Schäche, Berlin

Anmeldung bis 27.05.15: veranstaltungen(at)topographie.de

Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg

Im Rahmen der Reihe Kunst im NS-Staat. Ideologie, Ästhetik, Protagonisten

Von Berlin nach Germania: Architektur und Städtebau im Nationalsozialismus
Prof. Dr. Wolfgang Schäche, Berlin
Der Vortrag gibt einen kompakten Überblick der Entwicklungsetappen von Architektur in der Reichshauptstadt Berlin und zeigt die Muster, auf die zurückgegriffen wird.

Der Mann hinter Speer: Rudolf Wolters, Architekt des Generalbauinspektors (G.B.I.)
Dr. André Deschan, Berlin
Rudolf Wolters war Stellvertreter des „Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt” Albert Speer und eine zentrale Figur innerhalb der Architektur Berlins.

Pause

Architektur und Propaganda am Beispiel des G.B.I.
Alexander Kropp M.A., Berlin
Der Vortrag vermittelt signifikante Einblicke in die propagandistische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Dienststelle Speer im Hinblick auf ihre Architekturplanungen und deren Intentionen.

Germania: Vision und Verbrechen
Gernot Schaulinski, Berlin
Beim angestrebten Umbau der Metropole Berlin zur „Welthauptstadt Germania” waren Vision und Verbrechen untrennbar miteinander verbunden.

André Deschan, 1963 geboren, promovierte 2013 über Deutsche Architekten in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts am Beispiel Rudolf Wolters. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Baugeschichte und Architekturtheorie der Beuth Hochschule für Technik Berlin.

Alexander Kropp, 1973 geboren, promoviert berufsbegleitend über die Medien- und Kulturpolitik Speers als G.B.I. Seit 2010 ist er als Referent in der Bundestagsverwaltung tätig, darüber hinaus ist er an Ausstellungen und Veröffentlichungen zum NS-Mediensystem und zu Speer beteiligt.

Wolfgang Schäche, 1948 geboren, ist Architekturhistoriker. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Baugeschichte Berlins, insbesondere in der NS-Zeit. Seit 1988 ist er Professor an der heutigen Beuth Hochschule für Technik; er leitet dort das Labor für Baugeschichte und Bauerhaltung und lehrt Geschichte und Theorie der Architektur.

Gernot Schaulinski, 1977 geboren, arbeitet als Historiker für Ausstellungsprojekte und Fernsehproduktionen zur Zeitgeschichte und Stadtforschung; er ist Kurator der Ausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen”.

Kunst im NS-Staat. Ideologie, Ästhetik, Protagonisten (Flyer, PDF)