Dienstag, 9. Juni 2015 19:00 Uhr

Affirmation und Ausgrenzung. Zur Bedeutung von Musik für das NS-Regime

Vortrag: Prof. Dr. Friedrich Geiger, Hamburg
Moderation: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin

Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg

Im Rahmen der Reihe Kunst im NS-Staat. Ideologie, Ästhetik, Protagonisten

Auf der Grundlage eines genuin ästhetischen Politikverständnisses wandte das NS-Regime der Musik besondere Aufmerksamkeit zu. Ihre überwältigende Wirkung wurde einerseits affirmativ genutzt, andererseits beargwöhnt, da sie sich auch gegen die Herrschenden wenden konnte. Daher wurden Musikerinnen und Musiker, die aus politischen, vor allem aber aus „rassischen” Gründen nicht in die angestrebte „Volksgemeinschaft” passten, rigoros ausgegrenzt. In dem Vortrag werden die Grundzüge der NS-Musikideologie nachgezeichnet und es wird exemplarisch erläutert, wie sie sich in der Praxis auswirkten.

Friedrich Geiger, 1966 geboren, ist seit 2007 Professor für Historische Musikwissenschaft an der Universität Hamburg. Zuvor war er u.a. von 1997 bis 2002 Leiter des „Forschungs- und Informationszentrums für verfemte Musik” an der TU Dresden. „Musik in Diktaturen” gehört zu seinen Forschungsschwerpunkten.

13. Juni: Colloquium „Musik im NS-Staat”

Kunst im NS-Staat. Ideologie, Ästhetik, Protagonisten (Flyer, PDF)