SHOAH 
Ein Film von Claude Lanzmann, Frankreich 1985 
(Präsentation in 4 Teilen)

Veranstaltungsort:
Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
S + U Potsdamer Platz
S Anhalter Bahnhof

Eintritt frei
Telefon 030 254509-13

Veranstalter:
Stiftung Topographie des Terrors
Bundeszentrale für politische Bildung

Donnerstag, 16. Februar 2017, 19 Uhr
Erster Film, Teil 1 (147 min)
anschließend Podiumsgespräch:
Prof. Dr. Wolfgang Benz (Institut für Vorurteils- und Konfliktforschung e.V., Berlin),
Thomas Krüger (Bundeszentrale für politische Bildung, Berlin)
Moderation: Ulrich Tempel (Stiftung Topographie des Terrors, Berlin)
mehr

Donnerstag, 23. Februar 2017, 19 Uhr
Erster Film, Teil 2 (116 min)
anschließend Podiumsgespräch:
Prof. Dr. Peter Klein (Touro College Berlin),
Bert Rebhandl (Filmjournalist und Herausgeber des Filmmagazins Cargo, Berlin)
Moderation: Ulrich Tempel
mehr

Donnerstag, 2. März 2017, 19 Uhr
Zweiter Film, Teil 1 (140 min)
anschließend Podiumsgespräch:
Dr. Andrea Rudorff (Institut für Zeitgeschichte, Abteilung Berlin),
Andreas Busche (Filmredakteur des Tagesspiegel, Berlin)
Moderation: Ulrich Tempel
mehr

Donnerstag, 9. März 2017, 19 Uhr
Zweiter Film, Teil 2 (140 min)
anschließend Podiumsgespräch:
Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt (Touro College Berlin),
Dr. Sonja M. Schultz (Filmwissenschaftlerin, Berlin)
Moderation: Ulrich Tempel
mehr

Der 1985 uraufgeführte Film „Shoah” gilt als einer der wichtigsten Filme des 20. Jahrhunderts. Claude Lanzmann (geb. 1925) arbeitete mehr als zehn Jahre daran, es entstanden 350 Stunden Material. Der Regisseur suchte zentrale Orte des nationalsozialistischen Massenmords in Ostmitteleuropa auf und sprach mit einigen der wenigen Juden, die überlebt haben. Ihre Bereitschaft, an dem Filmprojekt mitzuwirken und sich auf das Herangehen des Regisseurs und seine Art der Befragung einzulassen, ermöglichte die Entstehung des Films. Zu diesen Zeugen treten die Aussagen weiterer Opfer. Darüber hinaus kommen nichtjüdische Polen aus der Umgebung der Tötungsorte zu Wort sowie ehemalige NS-Funktionäre und SS-Angehörige. Im Mittelpunkt des Films stehen die Ereignisse in Treblinka, Chelmno (Kulmhof), Auschwitz und Warschau.

Claude Lanzmann entwickelte eine ganz eigene Montagetechnik, die ohne Musik, Kommentar und Archivbilder auskommt. Neben herkömmlichen Interviewsituationen arbeitet er auch mit starken Inszenierungen. Lanzmann filmte in großem Umfang an den Orten der Vernichtungsstätten und verknüpft diese Bilder mit den Aussagen seiner Interviewpartner.

Die Stiftung Topographie des Terrors und die Bundeszentrale für politische Bildung laden gemeinsam zur Präsentation des Films „Shoah” von Claude Lanzmann ein. Der Film hat eine Länge von mehr als neun Stunden und wird in vier Teilen im wöchentlichen Rhythmus gezeigt. In anschließenden Podiumsgesprächen widmen sich Historiker und Filmexperten den Schwerpunkten der jeweiligen Teile und gehen auf übergreifende Fragestellungen des Films ein.

Die Filmreihe steht in Zusammenhang mit dem Erscheinen einer DVD-Edition des Films in der Filmkanon-Reihe der Bundeszentrale für politische Bildung im Frühjahr 2017 und der Veröffentlichung des Films als Blu-ray bei absolut MEDIEN.

Flyer (PDF)