Nazi-Terror gegen das eigene Volk

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Von Anfang an richtete sich der Terror der Nationalsozialisten nicht nur gegen das Ausland, sondern auch gegen die eigene Bevölkerung. Es konnte jeden treffen, der nicht in die von den Nazis definierte „Volksgemeinschaft” passte: Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, politisch Andersdenkende. Bis zuletzt wurde diese Mordmaschinerie aufrecht erhalten, wurden KZ-Häftlinge auf „Todesmärsche” geschickt. 1945 richtete sich der Terror verstärkt auch gegen diejenigen, auf die Hitler eigentlich die deutsche Weltherrschaft hatte gründen wollen. Sein Befehl lautete: Kampf bis zum letzten Blutstropfen. Faktisch bedeutete das: An einem Überleben des deutschen Volkes nach seiner Kriegsniederlage war Hitler nicht interessiert. „Sein Volk war ihm egal”, sagt Claudia Steur.

Blick nach rechts

Als die Nazis die US-Army zu Kinderschändern machte

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Die verdienstvolle Stiftung Topographie des Terrors in Berlin präsentiert jetzt termingerecht vor Beginn des Jahres 2015 eine Sonderausstellung über „Die letzten Kriegsmonate”. Dem Status als nationale Dokumentation von NS-Verbrechen entsprechend, beschränkt sich die Hauptkuratorin Claudia Steur nicht auf die Reichshauptstadt, sondern blickt ebenso auf andere, bereits vor Berlin eroberte Gebiete.

Die Welt

Ausstellung zeigt Hitlers „Choreographie des Untergangs”

Montag, 8. Dezember 2014

An Heiligabend vor 70 Jahren fehlten in vielen deutschen Familien die Väter und Söhne unterm Tannenbaum. Es war die letzte Kriegsweihnacht. Ein Propagandafoto von 1944 zeigt einen Soldaten mit Panzerfaust im Arm und Feldpostbrief in der Hand. Das Bild ist eines der Ausstellungsstücke, die ab Dienstag (9.12.) in der Berliner Topographie des Terrors unter dem Titel „Deutschland 1945 - Die letzten Kriegsmonate” zu sehen sind.

Berliner Zeitung

Die Grande Dame der Zeitgeschichte ist tot

Dienstag, 28. Oktober 2014

Auch abseits ihrer wissenschaftlichen Arbeit setzte sich die Pazifistin gegen die Atomrüstung, für eine humane Asyl- und Migrationspolitik und vor allem für eine umfassende und tabulose Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ein. Sie war u.a. langjährige Präsidentin der „Aktion gegen den Antisemitismus” und Mitbegründerin der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung, saß im Kuratorium des Bruno-Kreisky-Archivs und des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und war Mitglied des Berliner Beirates „Topographie des Terrors”.

Kurier.at

Reise ohne Wiederkehr

Donnerstag, 16. Oktober 2014

„Und wenn damals Lokführer gestreikt hätten?”, fragt Andreas Nachama von der Topographie des Terrors. Für ihn als Historiker verbietet sich das „Wenn” des kühnen Gedankens aber sofort. Die Frage nach Quantität und Qualität der Solidarität steht trotzdem im Hintergrund dieser Veranstaltung.

Tagesspiegel

Gedenken an die Deportation Berliner Juden an „Gleis 17”

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Der Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Andreas Nachama, erinnerte auch an die Mitverantwortung der Deutschen Reichsbahn an den Deportationen. Mit Blick auf den aktuellen Streik der Lokführer stellte Nachama die rhetorische Frage, was gewesen wäre, wenn einige Lokführer in der NS-Zeit gestreikt hätten.

Berliner Morgenpost

Dreht sich Europas Geschichte nur um Deutschland?

Freitag, 26. September 2014

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der bei der Buchvorstellung in den Räumen der Topographie des Terrors, der Berliner Gedenkstätte an die Verbrechen der Gestapo, den Part des kritischen Kommentators übernommen hatte, war diese Aufwertung Deutschlands zum Maß aller europäischen Dinge sichtlich unheimlich. Wie auch die Vehemenz, mit der Simms historisch abgeleitete, steile Thesen in die aktuelle europapolitische Debatte wirft: Das lose föderative Prinzip des alten Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, das in der EU nachwirke, reiche für deren Zusammenhalt nicht mehr aus. Europa müsse seine Kräfte „maximieren, statt sie zu diffundieren”.

Die Welt

Eröffnung der Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie”-Morde

Dienstag, 2. September 2014

Tiergartenstraße 4 - Nach dieser Verwaltungsadresse ist die erste systematische Vernichtungsaktion der Nationalsozialisten benannt: die Ermordung von geistig und körperlich behinderten Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten. Der Aktion T4 fielen europaweit über 200.000 Menschen zum Opfer. Die Zentrale für die Organisation der Morde befand sich in der Berliner Tiergartenstraße 4. Inzwischen steht auf dem Areal die Berliner Philharmonie.

swr2

Unfähig zum Ausbruch

Donnerstag, 14. August 2014

„Hans Bayer. Kriegsberichter im Zweiten Weltkrieg” heißt die Schau in der Dokumentationsstätte „Topographie des Terrors”. Sie zeigt einen Mann, gefangen in einem diktatorischen System, aber unfähig, den Ausbruch zu wagen. „Ich würde sagen: Er war kein Nazi. Aber ich würde ihn als Mitläufer und auch als Mitwisser einstufen”, sagt Claudia Steur, Kuratorin der Ausstellung, über Bayer und fügt an: „Er war kein mutiger Mann.”

Süddeutsche Zeitung

Topographie des Terrors: „Hans Bayer - Kriegsberichter im Zweiten Weltkrieg”

Dienstag, 12. August 2014

Bevor er unter dem Pseudonym Thaddäus Troll als Literat, Journalist und schwäbischer „Dichterfürst” bekannt wurde, war Hans Bayer von 1941 bis 1945 als Kriegsberichter der Wehrmacht an der Ostfront. Dieser Phase seines Lebens widmet sich die aufschlussreiche Ausstellung.

Kulturradio rbb

Thaddäus Troll - Berliner Ausstellung beschäftigt sich mit NS-Vergangenheit

Dienstag, 12. August 2014

Er galt als schwäbischer „Dichterfürst”, Walter Jens nannte ihn einmal einen der „letzten großen Impressionisten deutscher Sprache”. Eine Ausstellung in Berlin geht jetzt der bisher weitgehend unbekannten Vergangenheit von Thaddäus Troll (1914-1980) als NS-Kriegsreporter nach.

Stuttgarter Nachrichten

Ausstellung zum Warschauer Aufstand Gauck würdigt Kampfeswillen der Polen

Mittwoch, 30. Juli 2014

Also nutzte Gauck seinen Auftritt am Dienstag in der Topographie des Terrors in Berlin dazu, die Bedeutung des Kampfeswillens der Polen über ihr Land hinaus zu würdigen. „Eine der herausragenden Gaben Polens für seine Nachbarn in Europa ist die Botschaft mehrerer Generationen: Freiheit ist so kostbar, so lebensnotwendig, dass Menschen nicht nur von ihr träumen, sondern sie erkämpfen und verteidigen, und dies sogar notfalls mit dem Einsatz des eigenen Lebens“, sagte der deutsche Präsident in Anwesenheit seines polnischen Kollegen Bronislaw Komorowski. Dessen Verwandter General Bór-Komorowski war Oberbefehlshaber des Aufstandes.

Berliner Zeitung

Gauck würdigt das deutsch-polnische „Wunder”

Dienstag, 29. Juli 2014

Unbedingter Wille zur Freiheit: Das verbindet Joachim Gauck zufolge die erfolgreiche Revolution in Polen 1989 mit dem äußerst blutig niedergeschlagenenen Warschauer Aufstand von August und September 1944. Bei der Eröffnung einer Berliner Open-Air-Ausstellung über die Erhebung in der polnischen Hauptstadt stellte der Bundespräsident in Anwesenheit des polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski diese zunächst etwas überraschende Verbindung her. ...
Die Ausstellung wird bis Ende Oktober auf dem Areal der Dokumentation Topographie des Terrors zu sehen sein, die das Wüten des Repressionsapparates aus SS und Gestapo in Deutschland und Europa behandelt.

Die Welt

Bundespräsident Gauck Polens Botschaft an die Nachbarn

Dienstag, 29. Juli 2014

Für diese Ausstellung könne es wohl kaum einen angemesseneren Ort in Deutschland geben als das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, sagte der Präsident. Einen Ort, um den sich die Zentralen der Gestapo und der SS sowie das Reichssicherheitshauptamt gruppierten.

Frankfurter Rundschau

Für immer neugierig

Dienstag, 27. Mai 2014

Er war der Erste, der den Ordnungskräften die Erlaubnis abrang, den Ku’damm für ein spartenübergreifendes Kulturereignis sperren zu dürfen. Theatertreffen, Jazzfest, Berlinale, die Festwochen und vor allem die großen Ausstellungsprojekte gaben ihm die Möglichkeit, die Kunst in ihrem geschichtlichen Kontext zu zeigen, Welt und Werk zusammenzudenken. „Die jüdischen Lebenswelten”, die große Preußen-Schau 1981, die Topographie des Terrors, die 750-Jahr-Feier, die „Reise nach Berlin” im Hamburger Bahnhof – das sind Fixpunkte im kollektiven Gedächtnis der geteilten Stadt geblieben.

Der Tagesspiegel

Avner Less wird in Berlin beigesetzt

Montag, 19. Mai 2014

Das Verhör des Holocaust-Organisators Eichmann und die Aufzeichnungen seines Verhöroffiziers Avner Less gehörten heute „zu den Meilensteinen der Erforschung unserer Geschichte”. Deshalb habe sich das Haus der Wannsee-Konferenz auch dafür eingesetzt, den letzten Wunsch des Ehepaars, in Berlin bestattet zu werden, zu erfüllen. Auf der Gedenkfeier am Freitag wird den Angaben zufolge unter anderem der Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Rabbiner Andreas Nachama, sprechen.

Jüdische Allgemeine

Historiker Hans Mommsen geehrt

Freitag, 9. Mai 2014

Er ist gebrechlich geworden, seine Antworten sind noch lakonischer als vor 20 Jahren. 83 Jahre alt ist Hans Mommsen jetzt - nicht zum ersten Mal wird das Lebenswerk dieses bedeutenden Historikers bilanziert. Doch die Würdigung, zu der es jetzt in der Berliner „Topographie des Terrors” kam, war eine ganz besondere, persönliche, liebenswürdige.

 

 

Jüdische Allgemeine

DDR was paradijs voor benepen rechtse mensen

Sonntag, 4. Mai 2014

Terzijde van de nabij gelegen Rijksdag herdenkt een reeks van steles de tientallen voormalige rijksdagleden die door de Nazi´s zijn vermoord. Van de Führerbunker de andere kant oplopend stuit men al snel op een permanente fototentoonstelling over de verschrikkingen van het Naziregime, onder de weinig verhullende titel „Topographie des Terrors”.

Volkskrant

Gedenkstätten legen am stärksten zu

Mittwoch, 16. April 2014

Den mit Abstand größten Zuwachs hatte die Gedenkstätte Topographie des Terrors, die die Schrecken der NS-Zeit dokumentiert. Im Berliner Themenjahr „Zerstörte Vielfalt” stieg die Zahl der Besucher hier um fast 250.000 auf 1,2 Millionen an.

rbb

Unter den Blicken der Verfolgten

Montag, 31. März 2014

Diese Bilder eröffnen die neue Sonderausstellung in der Berliner Topographie des Terrors. „Erfasst. Verfolgt. Vernichtet” lautet der Titel, thematisiert werden Euthanasie und Zwangssterilisation im „Dritten Reich”. Wer herkommt, wird nicht einfach an den Schautafeln entlang geleitet. Er muss sich entscheiden, welcher Seite er den ersten Blick schenkt: den erkrankten und behinderten Menschen, die im Nationalsozialismus ihr Leben ließen, oder jenen Ärzten, Psychiatern und Neurologen, die über diese Leben entschieden.

Tagesspiegel
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 vor