Jan Cantow
Pastor Paul Gerhard Braune
Im „Hausgefängnis” der Gestapo-Zentrale in Berlin. Kurzbiographie und Dokumente
hg. v. Andreas Nachama, Hentrich & Hentrich 2012, 120 S. (Topographie des Terrors. Notizen, Band 5),
ISBN 978-3-942271-85-1
12,80 €

Paul Gerhard Braune (1887-1954), langjähriger Leiter der Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal bei Berlin, stritt während des „Dritten Reichs” für die Unabhängigheit der Inneren Mission und protestierte mit einer Denkschrift gegen die NS-„Euthanasie”. 1940 war er achtzig Tage im „Hausgefängnis” der Gestapo-Zentrale in Berlin inhaftiert.
Dieser Band zeichnet Leben, Leistung und Grenzen Paul Braunes als zugleich diakonie- und kirchengeschichtlich bedeutsame Persönlichkeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach. Er wird ergänzt durch Braunes Denkschrift, Dokumente aus der Zeit der Gestapo-Haft und einen Erinnerungsbericht.