Klaus Hesse und Philipp Springer
Vor aller Augen. Fotodokumente des nationalsozialistischen Terrors in der Provinz

für die Stiftung Topographie des Terrors hg. v. Reinhard Rürup, Essen (Klartext Verlag) 2002, 216 S., ISBN 3-88474-950-1, nur über den Buchhandel zu beziehen
19,90 €

 

Der nationalsozialistische Terror wurde nicht nur hinter dem Stacheldraht der Lagerzäune, hinter Gefängnismauern, in den Verhörzimmern der Geheimen Staatspolizei und in den besetzten Gebieten jenseits der Reichsgrenzen ausgeübt. Zahlreiche Fotos belegen, dass die organisierte Gewalt gegen Minderheiten, politische Gegner und Andersdenkende auch auf den Straßen und Plätzen deutscher Städte stattfand. Der Terror war alltäglich und öffentlich.

Die eindrucksvollen Bilder des Buches, die aus rund hundert lokalen Archiven und Sammlungen stammen, zeigen die Deportation deutscher Juden vor den Augen von Schulkindern und Passanten, das Anprangern und Kahlscheren von Frauen auf öffentlichen Plätzen, Propaganda- und Boykottaktionen von SA und SS gegen jüdische Geschäfte und viele andere Szenen, in denen Menschen vor aller Augen bloßgestellt und gedemütigt, bedroht, verhaftet und abtransportiert wurden.