Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt in der  Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße. Eine Dokumentation

hg. v. d. Stiftung Topographie des Terrors, Neufassung, Berlin 2008, 272 S., ISBN 978-3-9811677-1-9
18,-- €
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Das Gebäude der ehemaligen Kunstgewerbeschule, des „Hotel Prinz Albrecht” und des Palais-Prinz-Albrecht an der Wilhelm- und der Prinz-Albrecht-Straße (heute: Niederkirchnerstraße) beherbergten während des „Dritten Reiches” mit dem Geheimen Staatspolizeiamt, der Reichsführung-SS und dem Reichssicherheitshauptamt (RSHA) die wichtigsten Institutionen des NS-Terrors. Heinrich Himmler, Reichsführer-SS und Chef der deutschen Polizei, und Reinhard Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei und des SD und Leiter des RSHA, hatten am Rand des Berliner Regierungsviertels die Zentralen des „SS-Staates” etabliert. Das heute als „Topographie des Terrors” bezeichnete Gelände war der Zentralort von Planung und Lenkung der meisten Massenverbrechen und Terrorakte des NS-Regimes.

Nach 1945 geriet dieser historische Ort in Vergessenheit. Seine baulichen Überreste wurden noch vor dem Bau der Berliner Mauer 1961 beseitigt. In exemplarischer Weise wurden hier die Spuren eines lange von den meisten Deutschen verdrängten Teils ihrer Geschichte unsichtbar gemacht und entsorgt. Seit Beginn der 80er Jahre wurde dieser Ort wiederentdeckt und im historischen Gedächtnis Berlins und der Bundesrepublik Deutschland schrittweise neu verankert. Aus dem über Jahrzehnte unbeachteten Brachgelände im Schatten der Berliner Mauer wurde ein Besucher aus aller Welt anziehender Ort der Dokumentation der NS-Verbrechen in der Mitte Berlins.