Das „Hausgefängnis” der Gestapo-Zentrale in Berlin. Terror und Widerstand 1933-1945

hg. v. d. Stiftung Topographie des Terrors, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 2006, 240 S., ISBN 3-9807205-4-3
10,-- €

 

Im Mittelpunkt der Ausstellung über das „Hausgefängnis” der Gestapo-Zentrale stehen die Schicksale zahlreicher Häftlinge: Dargestellt werden ihr Werdegang, ihre Widerstandsaktivitäten, ihre Hafterfahrungen im „Hausgefängnis” der Gestapo-Zentrale und ihr weiteres Schicksal.

Am Beispiel dieses Ortes wird deutlich, wie wichtig der verdeckte und offene Terror gegen politische Gegner für die Herrschaftssicherung des NS-Regimes war. Der Ort steht aber auch als Zeichen dafür, dass es im nationalsozialistischen Deutschland Menschen gab – wenn auch nur eine kleine Minderheit –, denen es darum ging, ihre politische und moralische Integrität zu bewahren und die Verbrechen der Diktatur nicht hinzunehmen. Sie entschieden sich als einzelne oder in Gruppen für Verweigerung, Protest und Widerstand, viele unter Einsatz ihres Lebens.

Anhand ausgewählter Detailbiographien rücken auch die jeweiligen lebensweltlichen Zusammenhänge in den Blick. Überblickskapitel zur Geschichte von SS und Polizei ermöglichen die Einordnung der Geschichte des „Hausgefängnisses” in den Gesamtzusammenhang des „SS-Staates”.