Berlin 1945. A Documentation

ed. by Reinhard Rürup, Berlin (Verlag Willmuth Arenhövel) 1995, 5th revised Edition 2007, 200 S., ISBN 3-922912-33-8
7,-- €

 

When Bertolt Brecht returned to Berlin in 1948 from exile in the United States, he tersely described his impression of the city with reference to the Potsdam Conference, as "Berlin. The rubble heap near Potsdam."

When Germany surrendered in May 1945 Berlin could claim the sad distinction of being the European city hit by the greatest number of bombs and shells. Prospects for the future were highly uncertain; only in a very limited sense could one speak of a mood of new beginnings. For most Berliners, the greatest surprise of 1945 was that life continued at all after capitulation.

The exhibition seeks to recall the history of Berlin in 1945 as concretely and from as many perspectives as possible. It recounts and analyses the history gathered from more than 50 German, Russian and English archives and collections. Alongside the official documents, diaries and autobiographical works from 1945 have been given special role. It is no coincidence that in many cases the written testimonies of women – both well-known and unknown – are in the foreground.

The exhibition has been prepared for the fiftieth anniversary of May 8, 1945. Using the example of Berlin, it recalls the war, National Socialist tyranny and the first tentative efforts at building back life without the double threat of war and terror. It documents experiences during an unusual period of crisis and hardship, and demonstrates not least the arduous beginnings of a post-fascist democratic society, whose success was not yet certain.

Berlin 1945. Eine Dokumentation

hg. v. Reinhard Rürup, Berlin (Verlag Willmuth Arenhövel) 1995, 5. verbesserte Auflage 2007, 200 S., ISBN 3-922912-32-X
7,-- €

 

Als Bertolt Brecht 1948 aus dem amerikanischen Exil nach Berlin zurückgekehrt war, brachte er, auf die Potsdamer Konferenz anspielend, seinen Eindruck von der Stadt auf die knappe Formel: „Berlin. Der Schutthaufen bei Potsdam”.

Bei der Kapitulation im Mai 1945 konnte Berlin schließlich den traurigen Ruhm für sich in Anspruch nehmen, die Stadt in Europa zu sein, auf die am meisten Bomben und Granaten niedergegangen waren. Die Zukunftsperspektiven waren höchst ungewiss, von einer Aufbruchsstimmung konnte nur in einem sehr eingeschränkten Sinne die Rede sein. Die größte Überraschung des Jahres 1945 bestand für die große Mehrzahl der Berliner darin, dass das Leben nach der Kapitulation überhaupt weiterging.

Die Ausstellung möchte dazu beitragen, die Geschichte Berlins im Jahre 1945 so konkret und so differenziert wie möglich in die Erinnerung zurückzuholen. Sie erzählt und analysiert die Geschichte, die aus über 60 deutschen, russischen und englischen Archiven und Sammlungen zusammengetragen worden sind. Eine besondere Rolle spielen neben den offiziellen Dokumenten die Tagebücher und autobiographischen Überlieferungen des Jahres 1945. Dabei ist es kein Zufall, dass in vielen Fällen die schriftlichen Zeugnisse von Frauen – bekannten und unbekannten – im Vordergrund stehen.

Die Ausstellung ist zum 50. Jahrestag des 8. Mai 1945 erarbeitet worden. Sie erinnert am Beispiel Berlins an den Krieg, an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und an die ersten, tastenden Versuche eines Lebens ohne die doppelte Bedrohung durch Krieg und Gewalt. Sie dokumentiert die Erfahrungen einer ungewöhnlichen Krisen- und Notzeit, und sie zeigt nicht zuletzt den mühsamen, in seinen Erfolgsaussichten ungewissen Start einer nachfaschistischen, demokratischen Gesellschaft.