Lammert bedauert langes Schweigen über Völkermord an Sinti und Roma

Freitag, 19. Oktober 2012

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Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat das jahrzehntelange Schweigen über den nationalsozialistischen Völkermord an den Sinti und Roma bedauert. „Es ist leider nicht übertrieben, vom vergessenen Holocaust zu sprechen”, sagte der Bochumer CDU–Politiker am Freitag in Berlin bei der Eröffnung einer Ausstellung über den Völkermord in der „Topographie des Terrors”.

Zusammen mit einer Dokumentation der Zwangsarbeiter–Bundesstiftung EVZ über überlebende Roma in der Ukraine startete damit ein vielfältiges Rahmenprogramm zur Eröffnung des Sinti–und–Roma–Mahnmals. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird es am Mittwoch in Berlin in unmittelbarer Nähe des Reichstages nach mehr als 20-jähriger Planung einweihen. Dem NS–Völkermord an den Sinti und Roma ist Schätzungen zufolge eine sechsstellige Zahl von Menschen zum Opfer gefallen.

Der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, bezeichnete die bevorstehende Einweihung des Mahnmals als Zäsur. „Die Bundesrepublik bekennt sich damit eindrücklich zu ihrer historischen Verantwortung zu unserer Minderheit.” Vom Denkmal werde hoffentlich ein Signal an Öffentlichkeit, Wissenschaft und Gedenkstätten ausgehen, diesem Völkermord mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Sowohl Lammert wie auch Rose verwiesen ferner auf die anhaltende Diskriminierung der Sinti und Roma, die bis heute in ganz Europa festzustellen sei.

In Zusammenarbeit zwischen der Stiftung für das Berliner Holocaust–Mahnmal und dem Dokumentrationszentrum sind für die darauffolgenden Tage rund ein Dutzend weiterer Veranstaltungen geplant. Dazu zählen Theateraufführungen, Konzerte, Lesungen und Buchvorstellungen. Beschlossen wird der Veranstaltungsreigen am 7. November mit einem Konzert in der Philharmonie. Die Roma und Sinti Philharmoniker führen das „Requiem für Auschwitz” von Roger Moreno Rathgeb auf.

epd

„Denkmal Weiter”: Die Kultur von Sinti und Roma

Donnerstag, 18. Oktober 2012

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„The Holocaust against the Roma and Sinti and Present Day Racism in Europe” (Der Holocaust an Roma und Sinti und der Rassismus im heutigen Europa) lautet der Titel der internationalen Wanderausstellung, die vom 19. bis 26. Oktober erstmals in Berlin gezeigt wird. Anhand von Familienfotos und persönlichen Zeugnissen wird in der Topographie des Terrors die Geschichte der Verfolgung der Sinti und Roma während des Nationalsozialismus nachvollzogen. In vier Stationen werden ihre Entrechtung, Ermordung, Verdrängung und Diskriminierung thematisiert.

rbb-kultur

25 Jahre „Topographie des Terrors”

Freitag, 7. September 2012

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Weit mehr als 800.000 Besucher besuchen heute ein Gelände in der Mitte Berlins, neben dem vor knapp dreißig Jahren zum Leben erweckten Gropiusbau, in der Nachbarschaft von Berliner Abgeordnetenhaus und Finanzministerium, unmittelbar hinter der Mauer, an der Wilhelmstraße. Das Gelände ist ein historisch belasteter, durch die NS-Zeit kontaminierter Boden. Denn auf dem Gelände der „Topographie” befand sich eine der besonders berüchtigten Berliner Adressen der NS-Zeit, die Gestapo-Zentrale mit ihrem Hausgefängnis. Wie kann man mit einem derart historisch belasteten Gelände umgehen? Der erste Versuch der Entsorgung, Gebäudeabriss und Stilllegung, ging schief. Auch die Umwidmung als Lagerfläche für Senatskohle, deren Verwandlung in eine Art Freitzeitgelände mit einem Übungsplatz für Autofahrer ging schief. Denn die Adresse hatte sich bei denen, die gegen den Nationalsozialismus standen, bei Angehörigen und nachgeborenen Sachwaltern eingebrannt.

Tribüne

Engagement gegen das Vergessen

Donnerstag, 16. August 2012

ERINNERUNGSARBEIT Versöhnung und Widerstand gehörten für Franz von Hammerstein zusammen. In der Topographie des Terrors wurde an den Mitbegründer der „Aktion Sühnezeichen” erinnert... mehr mehr

Er war ein Brückenbauer und Netzwerker, der sich der Erinnerung an den Widerstand verschrieb. „Vergesst mir ja die Opfer nicht”, mahnte er und gründete gemeinsam mit Lothar Kreyssig 1958 die „Aktion Sühnezeichen”, um ein Zeichen der Versöhnung in den Ländern zu setzen, in denen Deutschland während des Zweiten Weltkrieges großes Leid angerichtet hatte. Zum seinem ersten Todestag erinnerte jetzt eine Vortragsveranstaltung in der Topographie des Terrors an Franz von Hammerstein.

Widerstehen und Versöhnen sind die zwei Formen des christlichen Handels, die in von Hammersteins Leben eine große Rolle gespielt haben. Er gehörte Jahrzehnte zu den evangelischen Theologen, die sich nach 1945 für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus einsetzten. Aus den persönlichen Erfahrungen seiner Familie und der eigenen Gefangenschaft in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern entstand sein Engagement für den Dialog zwischen Juden- und Christentum und der internationalen Verständigung.

TAZ

Zentrale des Bösen

Dienstag, 10. Juli 2012

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Hier standen die Schreibtische, an denen der Holocaust organisiert wurde. Die Gedenkstätte „Topographie des Terrors” erinnert seit 25 Jahren mit einer Ausstellung daran und fragt: Wie war das möglich?

Deutsche Welle - Geschichte

Topographie des Terrors: Die Schaltzentrale des Genozids

Dienstag, 10. Juli 2012

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Zehntausende junge Leute, meist Schüler auf Klassenfahrt aus den Bundesländern, aber auch dem Ausland, haben hier begriffen, was Faschismus heißt. Besucher bis aus Amerika und Australien haben sich an diesem Ort über das Dritte Reich und seine Verbrechen kundig gemacht. Jährlich werden mehr als 800 000 Menschen gezählt, die auf das Gelände kommen, dessen Grundmauern direkt entlang des einstigen Berliner Gestapo-Hauptquartiers verlaufen, mit Einblicken in die damaligen Folterkeller (Anmerkung der Stiftung Topographie des Terrors: Einblicke in Folterkeller gibt es auf dem Gelände nicht. Das Hausgefängnis der Gestrapo lag auf der Südseite des damaligen Gebäudes. Gefoltert wurde in den Vernehmungszimmern in den oberen Etagen.) Zur Nazi-Zeit befanden sich hier die Zentralen der SS, der Geheimen Staatspolizei und des Reichssicherheitshauptamts – die höchste Konzentration an Tätern. 1987, zur 750-Jahr-Feier Berlins, wurde das Gelände erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht – und danach mit großen Hindernissen und Zerwürfnissen architektonisch aufbereitet.

Badische Zeitung

Geschichte gucken

Montag, 9. Juli 2012

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In der Hauptstadt boomt der Geschichtstourismus: Die großen Berliner Gedenkstätten melden ein zweistelliges Besucherplus, historische Sonderausstellungen erleben einen Millionenandrang. Allein ins Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors” über den Fundamenten der NS-Terrorzentrale an der Wilhelmstraße, das seit nunmehr 25 Jahren besteht, kamen seit der Neu-Eröffnung im Frühjahr 2010 fast zwei Millionen Menschen. In diesem Sommer sind denn in Berlin auch drei Schauplätze des 20. Jahrhunderts aufs Neue zu entdecken – die Wilhelmstraße als Hitlers Machtzentrum, die Grenze am „Checkpoint Charlie” und der Mauerstreifen an der Bernauer Straße.

WAZ

Wilhelmstraße, die Kulisse der braunen Gewalt

Montag, 9. Juli 2012

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Jedes Schauspiel braucht eine Bühne. Zu den wichtigsten „Spielstätten” des Dritten Reiches, auf denen die Ideologie der „Volksgemeinschaft” inszeniert wurde, gehörte die Wilhelmstraße, die zentrale Regierungsmeile Deutschlands. Von den mehr als 40 Gebäuden der einstigen Bebauung zwischen dem Boulevard Unter den Linden und der Kreuzung Wilhelmstraße/Zimmerstraße steht heute nicht einmal mehr ein halbes Dutzend. Die einstige Wilhelmstraße, wie man sie etwa aus Fernsehdokumentationen über das Kaiser- und Dritte Reich kennt, ist fast nicht mehr existent.

Berlin1

25 Jahre „Topographie des Terrors”

Samstag, 7. Juli 2012

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Mit einer Ausstellung im Foyer zum Thema „Das Aktive Museum und die Topographie des Terrors” erinnert das Dokumentationszentrum an seine Anfänge. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat sie aus Anlass des Jubiläums eröffnet.

kulturport.de

Le Centre Topographie de la Terreur fête ses 25 ans

Freitag, 6. Juli 2012

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Construit à l'emplacement de trois piliers du régime nazi, le centre de documentation Topographie de la Terreur fête ses 25 ans. A cette occasion, des acteurs du théâtre Maxim Gorki sont venus investir les lieux.

Deutsche Welle