Tempelhofer Feld „Steine reden nicht”

Donnerstag, 11. Juli 2013

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Bevor Andreas Nachama am Mittwoch zur Enthüllung von zwei Informationstafeln schreitet, blickt der Direktor der Topographie des Terrors nachdenklich über den verwaisten Platz vor dem mächtigen Flughafengebäude in Tempelhof. Zentralflughafen steht in übergroßen Lettern über dem Eingang. Aber mittlerweile wächst Gras zwischen den Platten des Vorplatzes.
Früher sind an dieser Stelle Fluggäste mit Koffern aus Taxis gesprungen. „Es muss irgendeinen Hinweis auf die Geschichte geben”, murmelt Nachama. Dann sorgt er selbst dafür, dass der Besucher erfährt, an welch historischem Ort er sich gerade befindet.

Berliner Zeitung

Hinter den Splitterschutzgräben auf dem Tempelhofer Feld

Donnerstag, 11. Juli 2013

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Der Direktor der Gedenkstätte Topographie des Terrors, Andreas Nachama, hat am Mittwoch vor dem Flughafengebäude am Platz der Luftbrücke zwei weitere Tafeln zur Geschichte des Areals enthüllt. Sie erinnern an die Anfänge der Luftfahrtgeschichte zu Beginn des 20.Jahrhunderts unter anderem mit dem Bau der legendären Zeppelin-Luftschiffe. Bereits vorhandene Tafeln verweisen auf die Terrorherrschaft der Nazis oder Tempelhof als Ausreisepunkt von Flüchtlingen.

Berliner Morgenpost

Aufstand der Erbsenzähler

Freitag, 5. Juli 2013

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Großer Aufmarsch der Uniformierten beim Reichsparteitag in Nürnberg. In den Zeitungen, so die Anweisung der NS-Propagandisten, sei „die Zahl der anwesenden SA-Männer generell mit 100.000 anzugeben, die Frankfurter Zeitung berichtete, es hätten 86.000 teilgenommen”.
Ein Beispiel von Widerstand deutscher Schriftleiter – jedenfalls für die Macher einer Ausstellung mit dem Titel „Zwischen den Zeilen? Zeitungspresse als NS-Machtinstrument”, die in den Räumen der Berliner „Topographie des Terrors” zu sehen ist.

TAZ

Heute Prozess um Eichmann-Akten. BILD verklagt Bundesnachrichtendienst

Mittwoch, 26. Juni 2013

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Professor Andreas Nachama, Direktor der Stiftung „Topographie des Terrors”, zu BILD.de: „Auch uns wurde vor zwei Jahren Einsicht in die BND-Akten für eine Ausstellung über Eichmann verweigert. Bei der Veröffentlichung der kompletten BND-Unterlagen zu Eichmann könnte es zu peinlichen Enthüllungen kommen. Schließlich war Hans Globke, der erste Chef des Bundeskanzleramtes und damit oberster Dienstherr des BND, ein ranghoher Nazi, der an der Entstehung der sogenannten Nürnberger Rassegesetze beteiligt war. Ich finde es einen Skandal, dass diese Eichmann-Unterlagen geheim bleiben sollen.”

bild.de

NS–Dok erinnert an den Eichmann–Prozess

Freitag, 21. Juni 2013

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Die Ausstellung wurde erstmals 2011 in Berlin in der „Topographie des Terrors” gezeigt. Obgleich nicht als Wanderausstellung konzipiert, war sie auch in Wien und Linz/Donau zu sehen. Köln ist nun ihre endgültig letzte Station.

koeln.de

Schreiben unter Hitler – befohlene Lügen und leise Zwischentöne

Montag, 10. Juni 2013

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Uneindeutig und widersprüchlich: Eine Ausstellung in der Berliner Topographie des Terrors beleuchtet die Rolle der Presse im Dritten Reich. Sie zeigt Aspekte, die man in der Diktatur nicht erwartet hätte.

Berliner Morgenpost

Dem Tod Respekt erweisen

Freitag, 24. Mai 2013

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Die Oper „Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung” von Viktor Ullmann entstand im Ghetto Theresienstadt. Tatsächlich sollte die Oper dort 1943 auch aufgeführt werden, doch die Mitwirkenden wurden nach Auschwitz deportiert. Jetzt ist das Werk in Berlin zu sehen.

Deutschlandradio Kultur

Hitlers tägliche Helfer „Zeitungspresse als Machtinstrument”

Mittwoch, 22. Mai 2013

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Der Titel der Ausstellung „Zwischen den Zeilen” ist der Autobiografie der langjährigen „FAZ”-Redakteurin Helene Rahms über „Mein Leben als Journalistin im Dritten Reich“ entlehnt. Zwischen den Zeilen wurde gelesen und von manchen auch geschrieben. Unter der Frage „,Gleichgeschaltete’ Leser?” heißt es auf einer der Fototafeln der Ausstellung, die der sehr anschauliche Katalog in Text und Bild wiedergibt: „Spätestens nach der Niederlage der 6. Armee in Stalingrad wurde die massive Manipulation der Kriegsberichterstattung den meisten Deutschen bewusst.” Doch „kritische Leser lasen ,zwischen den Zeilen’, erkannten Floskeln und Widersprüche und entnahmen auf diese Weise sogar dem ,Völkischen Beobachter’ Informationen über den tatsächlichen Kriegsverlauf.”

Tagesspiegel

Propaganda und Presse

Dienstag, 21. Mai 2013

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Das Berliner Dokumentationszentrum Topographie des Terrors eröffnet am Dienstagabend die Ausstellung „Zwischen den Zeilen? Zeitungspresse als NS-Machtinstrument”. Anhand von Originaltexten, 160 Fotos, erläuternder Dokumentation und Portraits von 13 Journalisten würden dabei die Rolle von Zeitungen für die nationalsozialistische Propaganda und der Handlungsspielraum von Verlegern und Journalisten deutlich, teilte das Dokumentationszentrum in Berlin mit.

Jüdische Allgemeine

Gestapo als Unterrichtsthema. Lernen am Ort der Täter

Dienstag, 30. April 2013

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Von der Sprachwoche in Berlin nimmt Anouk aus Allaire in der Bretagne auf ihrem Handy auch ein paar Bilder von der Gestapo mit. Für ihr Reisetagebuch knippst die 14-Jährige die Schwarz- Weiß-Aufnahme des ehemaligen Hauptquartiers in der Prinz-Albrecht-Straße 8, heute Niederkirchner Straße in Kreuzberg, von wo aus sich die Gestapo seit ihrer Gründung vor 80 Jahren, am 26. April 1933, zu einer der zentralen Institutionen des nationalsozialistischen Terrorapparates entwickelt hat.
Heute ist dort die Topographie des Terrors mit ihrer umfangreichen Ausstellung. Für Schüler aus ganz Deutschland und aus anderen europäischen Ländern sind außerschulische Lernorte wie die Topographie des Terrors eine wichtige, manchmal die erste und manchmal die einzige Anlaufstelle geworden, um sich im Detail und in ihrer Komplexität über die nationalsozialistischen Institutionen zu informieren, die die Verfolgung politischer Gegner, die Folter, Terror und die Ermordung der europäischen Juden organisierten.

Tagesspiegel