Historischer Ort

Auf dem heutigen Gelände der „Topographie des Terrors”, neben dem Martin-Gropius-Bau und unweit des Potsdamer Platzes, befanden sich von 1933 bis 1945 die wichtigsten Zentralen des nationalsozialistischen Terrors: das Geheime Staatspolizeiamt mit eigenem „Hausgefängnis”, die Reichsführung-SS und während des Zweiten Weltkriegs auch das Reichssicherheits­hauptamt.

Nach Kriegsende wurde das Gelände planiert und zunächst gewerblich genutzt. Erst 1987 wurde es im Rahmen der 750-Jahr-Feier Berlins unter dem Namen „Topographie des Terrors” der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein eigener Ausstellungspavillon und die inzwischen freigelegten Gebäudereste an der früheren Prinz-Albrecht-Straße (heute Niederkirchnerstraße) und der Wilhelmstraße dokumentierten die Geschichte des Orts.

Zwei Wettbewerbe zum Umgang mit dem historischen Ort scheiterten. Den dritten Wettbewerb zum Bau eines Dokumentationszentrums und zur Gestaltung des Geländes der „Topographie des Terrors” gewannen 2006 die Architektin Ursula Wilms vom Berliner Büro Heinle, Wischer und Partner und der Aachener Land­schafts­­architekt Professor Heinz W. Hallmann. Die Eröffnung des neuen Dokumentationszentrums erfolgte am 6. Mai 2010.

Unter den zahlreichen Erinnerungsorten, Denkmalen und Museen, mit denen heute in Berlin an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert wird, nimmt die „Topographie des Terrors” als „Ort der Täter” eine besondere Stellung ein. Im Zentrum der Hauptstadt informiert sie am authentischen Ort über die Zentralen des SS- und Polizeistaats und macht die europäische Dimension der NS-Schreckensherrschaft sichtbar.