Forced Labor and Aryanization
Warnecke & Böhm - An Example (September, 27th, 2011 - September, 30st 2012) (German only)
Die Firma Warnecke & Böhm – Fabriken für Lacke und Farben hatte ihren Firmensitz in der Goethestraße im Berliner Stadtbezirk Weißensee. Bis 1945 wurde Warnecke & Böhm zu einem der führenden Lieferanten von Schutzanstrichen für die Rüstungsindustrie des Deutschen Reiches.
Die Firma beschäftigte zwischen 1939 und 1945 eine große Anzahl von Zwangsarbeitern, darunter in Berlin lebende Juden und ausländische Zivilarbeiter.
Zur Geschichte der Zwangsarbeit von Juden bei Warnecke & Böhm gehört auch die „Arisierung“ des Unternehmens und damit das Herausdrängens des Mitinhabers Heinrich Richard Brinn nach 1933. Er wird später in Berlin zur Zwangsarbeit verpflichtet, deportiert und ermordet.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Personalakten ehemaliger jüdischer Zwangsarbeiter bei Warnecke & Böhm. Dieser Aktenbestand umfasst insgesamt 352 Akten, die seit 1991 im Archiv der Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum in Kopie überliefert sind. Erst im Zuge der Ausstellungsvorbereitung ist es gelungen, die bis dahin verschollen geglaubten Originalakten aufzuspüren.
Die Personalakten dokumentieren, wie der „Geschlossene Arbeitseinsatz“ jüdischer Zwangsarbeiter durch eine Anzahl behördlicher sowie innerbetrieblicher Stellen im Sinne „ordnungsgemäßen Verwaltungshandelns“ organisiert war. Sie erhalten Stellenzuweisungen, Personalbogen, An- und Abmeldungen bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse, Firmenausweise, Stempelkarten, Lohn- und Steuerabrechnungen, Arbeitsunfall-Protokolle, Krankenatteste, Urlaubsgesuche, Freistellungsanträge, aber auch Beschwerden, Einsprüche und Forderungen von Zwangsarbeitern.
Angesichts dieses bürokratisch durchorganisierten Systems von Entrechtungen, Drangsalierungen, gesundheitlichen Gefährdungen bis hin zu offener Gewalt, dokumentieren die Personalakten auch das Bemühen, den Mut und die Kraft jüdischer Zwangsarbeiter, gegen die Behandlung bei Warnecke & Böhm Einspruch zu erheben und sich insbesondere für den Ermessensspielraum, den die Firma besaß, zu ihren Gunsten einzusetzen.
61 jüdische Zwangsarbeiter der Firma Warnecke & Böhm haben die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur überlebt. Die anderen – 306 Menschen – wurden in Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet.
Eine Ausstellung des Bezirksamtes Pankow von Berlin, Fachbereich Kultur in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum“.
„Forced Labor in Berlin 1938-1945“ (August, 24th 2006 - May, 3rd 2007 and since June, 11th 2009)
An exhibition by the Berlin regional museums
Please ask at the counter for English translation cards.
Who were the people, forced to do labor in Berlin and under what circumstances did they have to live and work? Who were the profiteers and who organized and managed the forced labor? What was the after war fate of the survivors? What traces left the masses of forced labor in Berlin and in the memory of the Berlin citizens? These and other questions are followed by the exhibition, which is based on the research of eleven regional museums and institiutions in 2002. In 2005 this exhibition was enlarged with the topic of the forced labor in the Flick-Corporation.
Building Blocks. History and Perspectives of the Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit - (Documentation Center on Nazi Forced Labor)(since August, 24th 2006)
Please ask at the counter für an English translation.
The exhibition informs about the history of the former forced labor cam in Berlin-Schöneweide from 1943-1945, which is as an ensemble unique nowadays. Built by the „Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt“ Albert Speer it was one of the about 3,000 camps for forced laborers in Berlin.
Italian military internees and civil laborers, female KZ-imprisoners as well as civil laborers from different european nations where accomondated here. They had to work in the noumerous companies of this center of war production in Berlin-Schöneweide.
The exhibition documents the history of the Documentationcenter of Nazi Forced Labor, which only was made possible due to long term civil engagement. One can see photographs, documents, maps and original objects.





