Topographie des Terrors
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Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide

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Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide
Sicht auf das Dokumentationszentrum

Besucherinformation Flyer (PDF < 600KB): DE EN FR PL IT NL RU

Adresse:
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Berlin-Schöneweide
Britzer Straße 5
12439 Berlin
Kontakt:
Tel. +49 (0)30 6390 288 0
Fax: +49 (0)30 6390 288 29
Email: schoeneweide@topographie.de

Aktuelles:
  • Öffentliche Führung Sonntag, den 07. März 2010 um 15:00 Uhr
    im Dokumentationszentrum
  • Stellenausschreibung
    1 Stelle baldmöglichst, unbefristet
    >> Sachbearbeiter/in 20 Wochenstunden (PDF)
  • Neue Ausstellung 11. Juni 2009 bis 6. Juni 2010:
    im Dokumentationszentrum Flyer (PDF)
    "Riss durchs Leben. Erinnerungen ukrainischer Zwangsarbeiterinnen im Rheinland".
    Eine Ausstellung des Landschaftsverbandes Rheinland

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr
Ostermontag (13.04.2009) und
Pfingstmontag (01.06.2009) geöffnet
Schließtage: 24. und 31. Dezember / 1. Januar

Anbindungen:
S-Bahnhof Schöneweide (ca. 10 Minuten zu Fuß)
Bus: 160, 167 (Haltestelle Britzer Straße)

Eintritt frei / Führungen auf Anfrage

Ausstellungen:
  • Bausteine. Geschichte und Perspektiven des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Bauvorhaben Wiederherrichtung Baracke 13 2009/2010:
Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit richtet Baracke 13 an der Köllnischen Straße /Ecke Rudower Straße als exemplarische Zwangsarbeiterunterkunftsbaracke wieder her. Das Projekt ist finanziert mit Mitteln des Landes Berlin und der Bundesrepublik Deutschland (Programm Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahme). Dieses Vorhaben wird von der Europäischen Union kofinanziert (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung- Efre).
EU Logo EFRE Logo
Berlin Logo BMVBS Logo
Ausbau des Dokumentationszentrums 2007. Das Vorhaben wurde von der Europäischen Union und dem Land Berlin kofinanziert. Europäischer Fonds für regionale Entwicklung.
Blick auf die Baracken Das Projekt

Die Stiftung Topographie des Terrors betreut seit April 2005 das Projekt zur Errichtung eines Dokumentationszentrums zur NS-Zwangsarbeit in Schöneweide. Das letzte in Berlin noch weitgehend erhaltene und 1993 „entdeckte“ ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager steht seit 1995 unter Denkmalschutz. Das Land Berlin hat im Juli 2005 einen Teil des Geländes mit sechs leerstehenden Baracken vom Bund erworben. Am 24. August 2006 wurde das Gelände mit zwei umgebauten Baracken offiziell an die Stiftung Topographie des Terrors übergeben. (Pressemitteilung zur Schlüsselübergabe am 24.08.2006, PDF)

 

Beiratsmitglieder auf dem Gelände Das inhaltliche Konzept

Im August 2005 hat sich mit finanzieller Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ ein Internationaler Beirat zur Konzeption des neuen Dokumentationszentrums konstituiert. Er berät über Gestaltung und Nutzung der noch erhaltenen Steinbaracken, die Konzeption einer Dauerausstellung und pädagogische Konzepte für den Lernort, aber auch über die Sammlung von Zeitzeugenberichten, Fotografien und Archivalien. Über den historischen Ort hinaus soll auch die europäische Dimension der NS-Zwangsarbeit thematisiert werden. (Presseerklärung des Beirats vom 18.8.2005, PDF)

 

Lageplan vom Januar 1945 Der historische Ort und seine „Entdeckung“

Das Zwangsarbeiterlager in Berlin-Schöneweide wurde ab 1943 vom „Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt Berlin“, der Sonderbehörde unter Albert Speer, für über 2000 ausländische Arbeitskräfte gebaut. Innerhalb eines Wohngebiets errichtet, befand sich das Lager unweit der großen Industrieanlagen von Ober- und Niederschöneweide / Johannisthal. Es war eins von rund 3.000 über das gesamte Stadtgebiet verteilten Zwangsarbeiter­unterkünften in Berlin.

Das Zwangsarbeiterlager im heutigen Bezirk Treptow-Köpenick umfaßte ein 3,3 ha großes Gelände mit ursprünglich dreizehn symmetrisch angelegten Steinbaracken sowie einer „Wirtschaftsbaracke“ in der Mitte des Lagers. In sechs Baracken des „Italienerlagers“ waren neben rund 500 italienischen Bauarbeitern auch Zwangsarbeiter anderer Nationalitäten untergebracht. In der anderen Hälfte des „Doppellagers 75/76“ dienten zwei Baracken zeitweise als KZ-Außenlager für weibliche Häftlinge.

Stadtplanausschnitt von 1959 Nach dem Krieg befand sich auf dem Areal des künftigen Dokumentationszentrums das Impfstoffinstitut der DDR, nach der Wende das Robert-Koch-Institut. Seit knapp 10 Jahren stehen die sechs Baracken dieses Lagerteils leer. Die fünf zur Rudower Straße gelegenen Baracken sowie die ehemalige „Wirtschaftsbaracke“ werden heute größtenteils von öffentlichen Einrichtungen bzw. gewerblich genutzt.

Trotz baulicher Änderungen ist der Gesamtcharakter der seit Juli 2001 mit einer Gedenktafel markierten Anlage an der Britzer Straße noch deutlich erkennbar. Nach der „Entdeckung“ des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers im Rahmen eines städtebaulichen Sanierungsverfahrens haben sich seit 1994 verschiedene Initiativen für den Erhalt des Ensembles und seine angemessene Nutzung eingesetzt, unter anderem der im Mai 2004 gegründete „Förderverein für ein Dokumentations- und Begegnungszentrum zur NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide e.V.“ (http://www.zwangsarbeit-in-berlin.de/).


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