4. April 2012
Zeitzeugen der Kriegsjahre gesucht
Doku zur Zwangsarbeit in Vorbereitung
Das „Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide“
sucht Zeitzeugen, die etwas über Zwangsarbeiter bei der Fritz-Werner-AG wissen und darüber erzählen können.
In Berlin gab es während des Zweiten Weltkrieges schätzungsweise 3000 Zwangsarbeiterlager, die über das ganze Stadtgebiet verteilt waren. Mehrere dieser Lager befanden sich auf dem Gelände der Fritz-Werner-AG, einem großen
Betrieb für Werkzeugmaschinen- und Werkzeugbau an der Daimlerstraße. Zeitweise soll es sich dabei um das größte Zwangsarbeiterlager in der Stadt gehandelt haben. [... Seite 4]
März 2012
Berlínské putování po historii
Události, jež se v Berlíně v nedávné minulosti odehrály, a na něž upozorňují zdejší pamětihodnosti, zásadním způsobem formovaly nejen německou historii, ale zasáhly i do dějin českých. Procházka po berlínských památkách se tak může stát i putováním po české historii a připomenutím životních příběhů našich předků, které do německé metropole (ať již dobrovolně či nedobrovolně) zavál osud. [...] Dokumentační centrum nucené práce Muzeum má ještě další pobočku, nacházející se v ulici Britzer Strasse ve čtvrti Schöneweide v berlínské oblasti Treptow-Köpenick. Jedná se o Dokumentační centrum nucené práce, jež má za úkol připomínat osud zahraničních dělníků, kteří byli v době druhé světové války zavlečeni na území nacistického Německa a přinuceni k práci pro válečný průmysl. [...]
7. März 2012
Vortragsabend: Zwangsarbeit in den Heimen des „Lebensborn“ e.V.
Die Ethnologin Jeanette Toussaint (Potsdam) hält am 29. März 2012 im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin einen Vortrag mit dem Titel „Sie dürfen während dieser Kommandierung Zivilkleidung tragen“ - Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen in den Heimen des „Lebensborn“ e.V. [...]
23. Februar 2012
Kampf gegen das Vergessen
Die Waldshuter Historikerin Uta Fröhlich erforscht die Geschichte von Zwangsarbeitern in Berlin-Schöneweide.
WALDSHUT-TIENGEN. Gerade ist sie wieder einmal zu Besuch bei ihren Eltern. Die Waldshuterin Uta Fröhlich (42) lebt heute mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Berlin und hat ein spannendes Arbeitsgebiet: Als Historikerin forscht sie über den massenhaften Einsatz von Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus. In einem Team von fünf Historikern erarbeitet sie die neue Dauerausstellung des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide. Eröffnung soll im Mai 2013 sein. [...]
23. Februar 2012
Auf den Spuren der Geschichte
Uta Fröhlich forscht für Doku-Zentrum in Berlin Thema Zwangsarbeit während der NS-Zeit
Gerade ist sie wieder einmal zu Besuch bei ihren Eltern. Die Waldshuterin Uta Fröhlich (42) lebt heute mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Berlin und hat ein spannendes Arbeitsgebiet: Als Historikerin forscht sie über den massenhaften Einsatz von Zwangsarbeitern im Nationalsozialismus. In einem Team von fünf Historikern erarbeitet sie die neue Dauerausstellung des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide. Eröffnung soll im Mai 2013 sein. [...]
10. Februar 2012
KZ-Gedenkstätte Osthofen erinnert an Zwangsarbeiter im Nazi-Regime
Zur Eröffnung der Ausstellung „Erinnerung bewahren. Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939-1945“ am Mittwoch, 15. Februar, um 18 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) in die Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, ein. Die Ausstellung ist vom 16. Februar bis zum 21. März zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Einzelschicksale polnischer Bürger werden dargestellt
Bei der Eröffnung erfolgt eine Begrüßung durch Dr. Dieter Schiffmann, Direktor der LpB. Danach spricht Dariusz Pawlos, Vorsitzender der Stiftung „Polnisch-Deutsche Versöhnung“ ein Grußwort. Für den Vortrag zur Ausstellung und die Begleitung des ersten Rundgangs konnte die Landeszentrale für politische Bildung den Kurator der Ausstellung, Jakub Deka gewinnen. [...]
8. Februar 2012
Wider das Vergessen: Polnische Zwangsarbeiter als Opfer der Nazis
Zur Eröffnung der Ausstellung "Erinnerung bewahren. Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939-1945" am Mittwoch, dem 15. Februar 2012 um 18.00 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein. Die Ausstellung ist vom 16. Februar - 21. März 2012 in Osthofen zu sehen. Der Eintritt ist frei! [...]
2. Februar 2012
Wanderausstellung “Im Totaleinsatz“ ist im Leipziger Neuen Rathaus zu sehen
Noch bis zum 10.Februar ist in der unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses in Leipzig die Wanderausstellung “Im Totaleinsatz“ zu sehen.
Erarbeitet vom Deutsch Tschechischen Zukunftsfonds in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum NS Zwangsarbeit, thematisiert sie im Kontext der NS-Besatzungspolitik die Entwicklung der Zwangsarbeit im „Protektorat Böhmen und Mähren“ und zeigt die Mobilisierung der tschechischen Bevölkerung bis zur Rekrutierung ganzer Jahrgänge. [...]
28. Januar 2012
Gedenken an NS-Zwangsarbeit im Pommerschen Landesmuseum
Am gestrigen Freitag, 27. Januar, fand im Pommerschen Landesmuseum eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der “Zwangsarbeit im Nationalsozialismus” statt. Anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz vor 67 Jahren luden Universität, Stadt und die Kulturreferentin für Pommern, Magdalena Gebala, zu Vorträgen und musikalischer Begleitung. [...]
Onlineportal der Universität Greifswald
26. Januar 2012
Leipzig gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
Am Freitag wird in der Gedenkstätte Abtnaundorf der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, soll die Veranstaltung um 14.30 Uhr durch Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) eröffnet werden. Auch die tschechische Generalkonsulin Jarmila Krejcikova sowie Yael German, Oberbürgermeisterin der israelischen Partnerstadt Herzliya, werden teilnehmen.
Nach Gebeten sind die Kranzniederlegung sowie eine Schweigeminute geplant. Für die Fahrt zur Gedenkstätte an der Theklaer Straße/Höhe Heiterblickstraße stellt die Stadt kostenlose Busse bereit, die um 14 Uhr am Haupteingang des Neuen Rathauses starten.
Gegen 16 Uhr will (OBM) Jung die Ausstellung „Im Totaleinsatz“ in der Unteren Wandelhalle des Rathauses besuchen. Die Ausstellung wurde zusammen mit dem Berliner Dokumentationszentrum „NS Zwangsarbeit“ und dem Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds gestaltet. Thematisiert wird die Entwicklung der Zwangsarbeit im „Protektorat Böhmen und Mähren“. [...]
22. Januar 2012
Die Erinnerung bewahren
“Ihr Leben wurde ihnen genommen. Was wir ihnen heute geben können, ist einzig unsere Erinnerung.” Mit diesen Worten eröffnete Klaus Jensen die Ausstellung “Erinnerung bewahren – Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reichs aus Polen 1939 – 1945″. Die deutsch-polnische Kooperation wird in Trier aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus gezeigt. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 4. Februar in der Volkshochschule am Domfreihof. Anschließend werden die Tafeln vom 6. bis 11. Februar im A/B-Gebäude der Universität Trier gezeigt. [...]
16 vor - Nachrichten aus Trier
19. Januar 2012
Wanderausstellung „Im Totaleinsatz“ macht Station im Neuen Rathaus
Vom 19. Januar bis 10. Februar macht die Wanderausstellung „Im Totaleinsatz“ Station in der unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses. Erarbeitet vom Deutsch Tschechischen Zukunftsfonds in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum NS Zwangsarbeit, thematisiert sie im Kontext der NS-Besatzungspolitik die Entwicklung der Zwangsarbeit im „Protektorat Böhmen und Mähren“ und zeigt die Mobilisierung der tschechischen Bevölkerung bis zur Rekrutierung ganzer Jahrgänge. [...]
1. Januar 2012
ZEITZEUGEN GESUCHT! NS-Zwangsarbeit in Berlin: Wer weiß etwas?
Das Dokumentationszentrum NSZwangsarbeit in Berlin-Schöneweide bereitet eine Dauerausstellung zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit vor, die im Mai 2013 eröffnet werden soll. In diesem Zusammenhang werden derzeit u. a. Infos zum ehemaligen Reichsbahnlager Karow (verlängerte Pankgrafenstraße) gesucht.
Wer kann sich an das Lager erinnern?
Wer kennt die genaue Lage des Lagers?
Wer hat Zwangsarbeiter am Arbeitsplatz oder auf der Straße gesehen?
Wer kann über Begegnungen mit Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen
berichten?
Wer hat Kinder dort gesehen? [... Seite 10]
18. Dezember 2011
27. September 2011
Manches Leiden währt bis heute
Zeitzeugenaufruf zum Thema NS-Zwangsarbeiter in Berlin und Brandenburgbeendet / Dr. Christine Glauning zieht Bilanz
Etwa 3000 Zwangsarbeiterlager gab es im Raum Berlin in der Nazizeit. Gemeinsam mit ND suchten Wissenschaftler Zeitzeugen, die Erinnerungen, Dokumente, Fotos und Alltagsgegenstände beisteuern konnten. Heute endet die Serie, das Dokuzentrum ist aber weiter an Infos interessiert.
ND: Das Berliner Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit suchte gemeinsam mit ND Zeitzeugen zum Thema Zwangsarbeiterlager in Berlin und Brandenburg. Wie war die Resonanz?
Glauning: Das Interesse an den Ereignissen vor Ort ist besonders groß. Die meisten Hinweise gab es zu einzelnen Lagern und Arbeitseinsatzorten. Diese Angaben hatten wir zum Teil bereits in unserer Lagerdatenbank erfasst. Zum Teil waren die Informationen aber auch neu: So erinnerte sich ein Berliner, dass in den Stadtbahnbögen neben dem Berliner S-Bahnhof Tiergarten Zwangsarbeiter gearbeitet hatten. [...]
26. September 2011
"Ziemlich tief verstrickt"
Historiker über die NS-Vergangenheit der Quandts
Die Erben der Industriellenfamilie Quandt haben ihr Archiv geöffnet und die Rolle des Unternehmens im Dritten Reich untersuchen lassen. Der Historiker Joachim Scholtyseck sagt im Interview: Familien-Patriarch Günther Quandt war "ein Teil des NS-Regimes".
23. September 2011
"Man fühlt sich grauenvoll und schämt sich"
Die Quandts stellen sich erstmals dem Gespräch: Der BMW-Erbe Stefan und seine Cousine Gabriele reden über die Nazivergangenheit ihrer Familie.
DIE ZEIT: Frau Quandt, Herr Quandt, als Reaktion auf eine Fernsehdokumentation haben Sie und Ihre Geschwister einen Historiker beauftragt, Ihre Familiengeschichte aufzuarbeiten. Diese Studie liegt vor. Sie enthält neue belastende Fakten.
Stefan Quandt: Das ist richtig, aber in ihren Kernaussagen hat die Studie mich nicht überrascht und meine Erwartungen bestätigt. Dass unser Großvater Günther Quandt kein Antisemit war. Kein überzeugter Nationalsozialist. Und kein Kriegstreiber. Dass er aber Zehntausende Zwangsarbeiter in seinen Unternehmen beschäftigt hat. Auch schmerzhaft zu sehen ist die Rolle, die Günther Quandt bei einigen Arisierungen gespielt hat, also bei Übernahmen von Firmen aus jüdischem Besitz, mit denen er seinen Konzern erweiterte. Das war mir vorher so nicht klar. [...]
30. August 2011
Zwangsarbeiter waren Teil unserer Gesellschaft
Wie Berliner die im Zweiten Weltkrieg Verschleppten aus Italien, Frankreich, Polen oder Russland nach der Befreiung erlebten
Frühjahr 1945 – die letzten Kriegswochen, bevor Soldaten der Sowjetarmee gemeinsam mit den Alliierten am 8. Mai Deutschland vom Hitlerfaschismus befreien. Die letzten überlebenden KZ-Häftlinge kommen frei, ebenso die Zwangsarbeiter aus Ost- und Westeuropa.
Wie erlebten die äußerlich durch Kennzeichen wie »P« (Polen) oder »Ost« (Russland) stigmatisierten Zwangsarbeiter zum Beispiel bei Luftangriffen ihren Aufenthalt in Bunkern? »Vielfach wurden die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Luftschutzbunkern nicht gern gelitten«, sagt Silvija Kavcic. Oft seien die Zwangsarbeiter auch bei Räumungsarbeiten nach Luftangriffen eingesetzt worden. [...]
26. August 2011
Mehr als 100 Häuser öffnen bis 2 Uhr ihre Türen
Berliner Museen laden zur Langen Nacht
[...] Im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in der Britzer Straße sind als Welturaufführung Tonaufnahmen von singenden ukrainischen Zwangsarbeitern zu hören. Die Lieder wurden während des Zweiten Weltkriegs in Berlin aufgezeichnet und befinden sich heute in der Universität Regensburg. [...]
17. August 2011
Zwangsarbeit in der Luftfahrt
Berlin. »Der Wert der Arbeit – Unternehmen, Zwangsarbeit und nationalsozialistisches Regime am Beispiel der Luftfahrtindustrie« ist der Titel eines Vortrags von Dr. Lutz Budraß am 25. August in Berlin. In der Diskussion, moderiert von Andreas Nachama, geht es unter anderem um die Frage, ob der massive Einsatz von Zwangsarbeit Auswirkungen auf die zehn Jahre nach Kriegsende beginnende »Gastarbeiterbeschäftigung« hatte. [...]
4. Juli 2011
Der kleine Hans zeichnete das KZ Flossenbürg
Berliner Dokuzentrum NS-Zwangsarbeit: Achtjähriger hielt fest, was viele später nicht wahrhaben wollten
Am 16. April 1944 schrieb der damals achtjährige Hans Halboth einen Brief an seinen Vater, dem eine Zeichnung des Konzentrationslagers Flossenbürg beigefügt war. Halboths Mutter war mit ihm vor den Luftangriffen auf Berlin zu Verwandten ins über 400 Kilometer entfernte Floß bei Weiden in der Oberpfalz geflohen. Zeichnung und Brief sind im Ausstellungskatalog der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg zu finden. »Ein Beispiel dafür, was auch das Berliner Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit für seine Dauerausstellung sucht«, erläutert Projektkoordinatorin Silvija Kavcic. [...]
29. Juni 2011
NS-Gedenkstätten in Berlin und Brandenburg
Schwerpunkt: Nirgendwo gibt es mehr authentische Orte der NS-Vergangenheit als in Berlin und Brandenburg.
KZ-Gedenkstätten: Neben Sachsenhausen gehört zur Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten unter anderem das Frauen-KZ Ravensbrück.
Täterorte: Zur Stiftung Topographie des Terrors gehören das Gelände des Gestapo-Hauptquartiers und die sehr sehenswerte Dokumentation Zwangsarbeitslager Schöneweide. [...]
23. Juni 2011
Spuren des faschistischen Regimes
Büchlein und Übersichtsplan weisen den Weg zu Orten der Erinnerung in Berlin und Brandenburg
In seiner Gedenkorte-Reihe hat der Berliner Stadtwandel Verlag nun ein Buch herausgegeben, das Besucher der Region zu den wichtigsten Schauplätzen der NS-Diktatur führen soll. Darunter sind auch solche, die »abseits der üblichen Pfade« liegen. [...]
19. Juni 2011
1945 radelte ein Italiener durch Deutschland
Ende des Krieges floh Augusto Maneschi aus einem Arbeitslager in Berlin. Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit hat seinen Weg erforscht.
Mit dem Fahrrad durch Deutschland. Noch dazu durch ein zerbombtes und zerfallenes Land, im Frühling 1945. Ein unfassbarer Weg für einen Menschen. „Aber was sind 800 Kilometer, wenn am Ende die Freiheit wartet?“ Schon seit fast zwei Jahren lebte Augusto Maneschi in Gefangenschaft. Am 27. März 1945 steigt der junge Mann auf ein Damenrad, um halb sieben in der Früh. Zwei Pakete, eine Decke auf den Schultern, schwarze Kleidung – mehr hat er nicht bei sich.
In Berlin-Köpenick verabschiedet Maneschi sich von einem französischen Freund, dann tritt er in die Pedale. Der 26-Jährige ist auf der Flucht, er will zurück zu seiner Familie. Weg aus der Reichshauptstadt, keine Zwangsarbeit mehr. [...]
19. Juni 2011
Das NS-Lager "Baracke 13" Berlin Schöneweide
Das Foto mit Dr. Martin Salm entstand in "Baracke 13" des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Schöneweide. Es ist das letzte noch weitgehend erhaltene der mehr als 3000 Lager in Berlin, in denen während des Zweiten Weltkrieges rund 400 000 Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen untergebracht waren. [...]
BZ am Sonntag
05. Juni 2011
Wie war das damals eigentlich?
Gedenkstätte Topografie des Terrors sucht Zeitzeugen zur NS-Zwangsarbeit
Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin- Schöneweide bereitet eine Dauerausstellung zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit vor, die im Mai 2013 eröffnet werden soll. Dafür sucht die Stiftung Topografie des Terrors Zeitzeugen, die über ihre Erinnerungen und Begegnungen mit Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen erzählen können: am Arbeitsplatz oder auf der Straße. Gab es Unterstützung? Misshandlungen? Was hat man von den Lagern mitbekommen? Und was von den verbotenen Beziehungen deutscher Frauen mit Zwangsarbeitern? Gab es öffentliche Strafmaßnahmen wie an anderen Orten? Wie
verlief die Auflösung der Lager bei Kriegsende? [...]
30. Mai 2011
Im Keller das Tagebuch der Luftangriffe
Die Geschichte der Baracke 13 im ehemaligen Zwangsarbeiterlager Niederschöneweide
Der Keller der Baracke 13 im früheren Zwangsarbeiterlager Niederschöneweide wird von Neonleuchten nur bruchstückweise erhellt. Wer nahe genug an die Wände herantritt, kann eingekratzte Inschriften entziffern: Non si fuma, die Namen Luigi Delpont und Pancetta oder Pancetto. Dann Stanza Nr. 016 und Riservato. Dazu Daten: 15-4-45, 18-4-45, 8-4-45, 23-3-45, 21-3-45 mit dem Zusatz Pasato. Hinter dem Datum 3-4-45 ist vermerkt: 2 Volte.
»In diesen Keller mussten die Zwangsarbeiter bei Fliegerangriffen«, erläutert Daniela Geppert, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Niederschöneweide. Gemeinsam mit ND sucht das Zentrum Zeitzeugen, die etwas über Zwangsarbeiterlager im Großraum Berlin sagen können oder Erinnerungsstücke wie Postkarten, Briefe oder auch Zeichnungen besitzen.[...]
20. Mai 2011
Ein Kampf zusätzlich zum Lebenskampf
Der Vater von Erika Müller aus Zeuthen half Zwangsarbeitern – Sie dankten mit Selbstgebasteltem
Die gemeinsame Zeitzeugensuche des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin-Niederschöneweide und ND zum Thema Zwangsarbeiterlager in Berlin rief schon viele Reaktionen hervor. So trafen Briefe aus Berlin, Brandenburg und Sachsen ein, in denen sich die Schreiber an dieses vielfach verdrängte Kapitel während der Zeit des Hitlerfaschismus erinnern. So wie die 82-jährige Erika Müller aus Zeuthen vor den Toren
Berlins.
Ganz besonders hält sie ein Nähkästchen und ein gemaltes Bild in Ehren. »Diese Stücke stellten Zwangsarbeiter her und schenkten sie zum Dank meinem Vater«, erzählt Erika Müller. [...]
6. Mai 2011
In welchem Lager wurde meine Mutter geboren?
NS-Zwangsarbeiter und ihre Kinder: Der Russe Swjatoslaw Abaschin auf Spurensuche in Berlin
Die Bilder lassen Swjatoslaw Abaschin und seine Mutter Ljubow Abaschina nicht zur Ruhe kommen: Die Aufnahmen wurden während des Zweiten Weltkrieges in Berlin gemacht und zeigen Abaschins Mutter als Kleinkind auf dem Arm seiner Oma Warwara Fedorowna Kudinowa, daneben eine Freundin. Fest steht bis heute nur, dass die Fotografien in einem Zwangsarbeiterlager im Ortsteil Kaulsdorf entstanden. Die in Russland lebende Familie will nun endlich Gewissheit haben, in welches Kaulsdorfer Lager die Großmutter deportiert und wo die Mutter geboren wurde. »Abaschins Mutter kam um den 28. Mai 1943 zur Welt. Eine Geburtsurkunde existiert nicht«, so Uta Fröhlich. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Niederschöneweide ist mit Ihren Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit ND auf der Suche nach Zeitzeugen für eine Dauerausstellung über NS-Zwangsarbeiterlager im Großraum Berlin. [...]
26. April 2011
Backförmchen aus Flugzeug-Aluband
Die von Zwangsarbeitern gefertigten Metallstücke wurden gegen Lebensmittelmarken getauscht
Mit Backförmchen zum Ausstechen von Plätzchen wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dokumentationszentrums NSZwangsarbeit in Berlin-Niederschöneweide bedacht. Eine Berlinerin brachte die metallenen Stücke.
Sie hatte die Zeitzeugenaufrufe im ND gelesen und schenkte die Förmchen dem Zentrum für die Dauerausstellung, die im Jahre 2013 eröffnet werden soll.
»Die Backförmchen wurden von Zwangsarbeitern in einem Brandenburger Werk der Arado-Flugzeugwerke hergestellt, und zwar aus Aluminiumband, das für die
Montage des Kampfflugzeugs Ju 88 verwendet wurde«, erläutert Thomas Irmer vom Dokumentationszentrum. Die Zwangsarbeiter tauschten die Förmchen gegen Lebensmittelmarken. »Unsere Spenderin, die selbst in dem Arado-Werk arbeitete, tauschte diese Backförmchen wiederum gegen eine Tagesration Brot«, so Thomas Irmer weiter. [...]
13. April 2011
Frauen am Pranger und kahl geschoren
Verbotene Beziehungen während des Faschismus / Lesung im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Auch heute noch ist das Thema Beziehungen zwischen deutschen Frauen und ausländischen Zwangsarbeitern weitgehend tabu. Während ihrer Recherchen zu der für 2013 geplanten Eröffnung einer Dauerausstellung über das Leben
von Zwangsarbeitern im Großraum Berlin im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Niederschöneweide machte auch die Leiterin Dr. Christine Glauning diese Erfahrung. »Ja, das ist auch heute noch ein weitgehend tabuisiertes Thema«, bestätigt sie im Gespräch mit ND. »Das betrifft
auch die Frage der verbotenen Beziehungen zwischen deutschen Frauen und Zwangsarbeitern, vor allem mit Polen und Russen«, erläutert sie. [...]
13. April 2011
Als Liebe ein Verbrechen war
Niederschöneweide. In den Jahren 1941 bis 1943 wurden in der Oberpfalz 22 polnische Zwangsarbeiter hingerichtet, weil sie Liebesbeziehungen zu deutschen Frauen hatten. Der Journalist Thomas Muggenthaler hat das Thema in seinem Buch „Verbrechen Liebe“ aufgearbeitet. [...]
04. April 2011
Im "Geisterzug" verschleppt
Vom Zwangsarbeiterlager Berlin-Niederschöneweide zum Erinnerungsort/ Zeitzeugen gesucht
Zwangsarbeiter – verschleppt, ausgebeutet und geknechtet von den faschistischen Machthabern, in Lagern eingepfercht, die mitten in Wohngebieten lagen. Auch in Berlin. Und obwohl fast jeder von der Existenz dieser Lager wusste, ist das Thema bis heute ein »heißes Eisen« unter der Bevölkerung.
»Viele sind heute noch der Überzeugung, dass es den Frauen und Männern in den Zwangsarbeiterlagern gut ging. Sie konnten doch raus, war die landläufige Meinung«, erinnert Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums
Zwangsarbeit in Berlin-Niederschöneweide. [...]
30. März 2011
Es gab kein Unrechtsbewusstsein
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und ND suchen Zeitzeugen für eine Dauerausstellung
Sie suchen für Ihr Dokumentationszentrum mehr Informationen über Zwangsarbeiterlager in der Nazizeit. Gibt es zu wenig Material von Zeitzeugen?
Es gibt vor allem zu wenig Erinnerungsberichte und zu wenig historisches
Material von deutschen Zeitzeugen. Besonders betrifft dies das Lager hier in Niederschöneweide an der Britzer und Köllnischen Straße, das auch als Italienerlager bezeichnet wurde. Gerade hier fehlen uns Aussagen von deutschen Zeitzeugen. [...]
1. März 2011
Destinazione Berlino
Berlino, capitale della Germania oggi e durante la seconda guerra mondiale, metropoli vivace, proiettata verso il futuro ma che nella sua storia ti ci fa entrare dentro. Lo hanno fatto e lo faranno i circa mille ragazzi dei 'Viaggi della memoria 2011' organizzati da Istoreco. Due turni di studenti sono già rientrati a Reggio, l'ultimo è in partenza. Sono alunni delle classi quarte e quinte di una ventina di istituti scolastici. Una immersione nella Berlino di oggi e di ieri ispirandosi alla frase di don Milani 'L'obbedienza non è più una virtù'. Ecco allora riemergere dagli anni terribili della seconda guerra mondiale le storie degli Imi, militari italiani deportati nel campo di lavoro di Schoneweide, soldati che si sono rifiutati di combattere. [...]
26. Februar 2011
Auf den Spuren des NS-Terrors
Italienische Schüler beteiligen sich an Gedenkstättenfahrt
Bitterkalt war es auf dem Gelände der »Topographie des Terrors« in Berlin-Kreuzberg. Doch die jungen Leute aus Italien hörten mit großer Aufmerksamkeit einem Gedenkstättenmitarbeiter zu, der auf dem Areal die Grundstrukturen des nationalsozialistischen KZ-Systems erklärte. Später ging es in die Ausstellungshalle, wo auf zahlreichen Tafeln die Terrorpolitik der Nationalsozialisten erläutert wird. Dann strebten die Jugendlichen wieder zu den Bussen, das offizielle Programm war beendet. Die Teenager verabredeten sich zum Museumsbesuch.
29. Januar 2011
Sichtbare Kiez-Geschichte und Geschichten
Einen alten Industriestandort zwischen Dahme und Spree neu entdecken - Förderverin gibt besonderen Stadtplan heraus
Niederschöneweide. Ein Stadtplan für zwei historische Touren zwischen Dahme und Spree: Der Förderverein für ein Dokumentations- und Begegnungszentrum für NS-Zwangsarbeit in Schöneweide hat einen Wegweiser herausgebracht.
Beschrieben werden eine Fuß- und eine Radtour zu historischen Stationen im Bezirk. [...]
5. Januar 2011
Historische Tour durch Schöneweide
Förderverein veröffentlicht ungewöhnlichen Stadtplan
NIEDERSCHÖNEWEIDE. Der Förderverein für ein Dokumentationszentrum
zur NS-Zwangsarbeit hat bereits mehrfach mit zeitgeschichtlichen Projekten auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt legt er einen Stadtplan mit historischen Touren durch Schöneweide vor. Zur Wahl stehen ein Fußweg (zwei Stunden) mit acht Stationen und eine Radtour (drei Stunden) mit 13 Stationen. [...]
4. Januar 2011
Länger zu sehen
Zwischen 1939 und 1945 mussten bis zu 600.000 tschechische Frauen und Männer für das „Dritte Reich“ Zwangsarbeit leisten. Diesem Thema widmet sich die Wanderausstellung „Im Totaleinsatz“, die seit dem 9. August 2010 in der umgebauten Ausstellungsbaracke zu sehen ist und jetzt verlängert wird... [...]
8. November 2010
Музеи и выставки
По 30 января в Центре документации по принудительному труду при национал-социализме Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide (Britzer Str. 5) работает фотовыставка, посвящённая Марии Жук. [...]
1. September 2010
Ausstellung „Erinnerung bewahren'' öffnet in der Messe Dresden
Ausstellung „Erinnerung bewahren. Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939-1945“ öffnet am 1. September 2010 in der Messe Dresden Die von der der Stiftung „Polnisch-Deutsche Aussöhnung“ mit Sitz in Warschau erarbeitete Ausstellung beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Sklaven- und Zwangsarbeit im Dritten Reich. [...]
1. September 2010
Ausstellung erinnert an polnische Zwangsarbeiter
31. August 2010
Nur selten gab es ein Stück Brot
Berlin - Das Schlimmste seien die Lebensbedingungen im Lager gewesen, sagt Józef Przedpelski. 30 Personen auf 15 eng beieinander stehenden Etagenpritschen in einem Raum, Frauen und Männer gemischt. Keine Sanitäranlagen. Nachts bei 15 Grad Frost ohne Heizung schlafen. Tagein tagaus nur Steckrübensuppe, selten ein Stück Brot. Józef Przedpelski war Zwangsarbeiter in Berlin. „Wir mussten das Abzeichen P auf der Kleidung tragen“, sagt er. „P“ für Pole – eine zusätzliche Stigmatisierung der Zwangsarbeiter. Jene aus osteuropäischen Ländern hatten es besonders schwer. Das NS-Regime wandte den „Untermenschen“ gegenüber strenge „Sonderrechte“ an. [...]
30. August 2010
Eröffnung der Baracke 13
Nach umfangreicher Restaurierung wurde am Montag im Dokumentationszentrum für NS-Zwangsarbeit in Schöneweide die Barack 13 eröffnet.
Das Gebäude sei die am besten erhaltene Baracke auf dem Areal des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers, erklärte die Stiftung „Topographie des Terrors“. So befänden sich im Keller noch originale Inschriften von ehemaligen italienischen Militärinternierten und Zwangsarbeitern, eine Art „Kalender der Luftangriffe“.
Die Ausstellung kann ab Dienstag im Rahmen von Führungen und zu Sonderöffnungszeiten besichtigt werden. [...]
30. August 2010
Berlin: NS-Zwangsarbeiter-Baracke restauriert
Nach umfangreicher Restaurierung ist am Montag im Dokumentationszentrum für NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide die Baracke 13 eröffnet worden.
Das Gebäude ist nach Angaben der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin die am besten erhaltene Baracke auf dem Areal des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers. So befänden sich im Keller noch originale Inschriften von ehemaligen italienischen Militärinternierten und Zwangsarbeitern, eine Art "Kalender der Luftangriffe". [...]
30. August 2010
Kritzeleien im Keller
Das Dokumentationszentrum in Schöneweide hat ein weiteres Gebäude zum Museum umbebaut: die "Baracke 13". Früher lebten hier Zwangsarbeiter. VON
Jozef Przedpelski, weißer Haarkranz, eingefallene Wangen, knetet die Hände. Er erzählt von den Razzien, von der regelrechten "Jagd auf Menschen", schließlich von der Deportation. Und er erinnert sich an das "P", das er an der Jacke tragen musste und das ihn als Polen kennzeichnete. Als einen "Untermenschen", sagt er.
Josef Przedpelski stammt aus Lodz, 1944 wurde er in Warschau bei einer Razzia festgenommen, weil er am dortigen Aufstand beteiligt war, wie der 89-Jährige berichtet. Die Nazis verschleppten ihn nach Berlin, hier musste er als Zwangsarbeiter für die Deutsche Reichsbahn malochen. Nun sitzt Przedpelski in einem kahlen, 37 Quadratmeter großen Raum, ein Teil der Baracke 13 des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers in Schöneweide. [...]
30. August 2010
Restaurierte »Baracke 13« wird eröffnet
(dpa). Auf dem Gelände des Dokumentationszentrums NS- Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide wird am heutigen Montag eine restaurierte, ehemalige Lagerbaracke für Zwangsarbeiter als Museum eröffnet. Die "Baracke 13" wurde seit Herbst 2008 behutsam wieder hergerichtet. [...]
30. August 2010
Neues Museum im alten Lager: "Baracke 13"
Auf dem Gelände des Dokumentationszentrums NS- Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide wird heute eine restaurierte, ehemalige Lagerbaracke für Zwangsarbeiter als Museum eröffnet. Die "Baracke 13" soll Besuchern die Lebensbedingungen von Zwangsarbeitern vermitteln.[...]
30. August 2010
Topographie zeigt Baracke des Terrors
Restauriert: Lager in Schönweide ist heute Museum. Ein ehemaliger Zwangsarbeiter erinnert sich.
Eine Wohngegend mitten in Niederschönweide. Zwischen belebten Mietshäusern und Supermärkten steht die Baracke 13. Ein einmaliges Zeugnis aus einer dunklen Zeit.
Im Zweiten Weltkrieg wurden hier 160 Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen untergebracht, die meisten kamen aus Italien und Polen. [...]
29. August 2010
Zwangsarbeiter-Gedenkstätte eröffnet Baracke in Schöneweide
Nach kompletter Restaurierung wird am Montag im Dokumentationszentrum für NS-Zwangsarbeit in Schöneweide die Baracke 13 eröffnet. Ab Dienstag können sich Besucher bei Führungen und zu Sonderöffnungszeiten über das Leben in dem ehemaligen Lager informieren, [...]
29. August 2010
Restaurierte Zwangsarbeiter-Baracke wird eröffnet
Berlin (dpa) - Auf dem Gelände des Dokumentationszentrums NS- Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide wird an diesem Montag eine restaurierte, ehemalige Lagerbaracke für Zwangsarbeiter als Museum eröffnet. Die «Baracke 13» wurde seit Herbst 2008 behutsam wieder hergerichtet. [...]
03. August 2010
Im Totaleinsatz
KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zeigt Ausstellung zur Zwangsarbeit der tschechischen Bevölkerung im Nationalsozialismus Zwischen 1939 und 1945 mussten bis zu 600.000 tschechische Frauen und Männer für das „Dritte Reich“ Zwangsarbeit leisten. Diesem Thema widmet sich die Wanderausstellung „Im Totaleinsatz“, die nun in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zu sehen ist. [...]
28. Juli 2010
Orte des Schreckens
Ausstellung zu NS-Verfolgung und Zwangsarbeit in der Region Dahme-Spreewald
NIEDERSCHÖNEWEIDE. Heute ist der Nachbarkreis Dahme-Spreewald für die Berliner vor allem eine Ausflugsregion. In den Jahren zwischen 1933 und 1945 wurden auch dort jüdische Mitbürger und Andersdenkende von den braunen Machthabern verfolgt. Das zeigt die neue Sonderausstellung im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit.Johannes Karfunkel war das, was man einen deutsch-nationalen Familienvater nannte. Ein Foto Anfang des Ersten Weltkrieges zeigt ihn mit seinen Söhnen, fast alle tragen die Uniform des Kaisers. [...]
10. Juni 2010
Erinnerung an Zwangsarbeiter
(epd) Im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide wird am 18. Juni eine Wanderausstellung zur NS-Zwangsarbeit in der Region Dahme-Spreewald eröffnet. Die vom Verein Kulturlandschaft Dahme-Spreewald erarbeitete Ausstellung unter dem Titel "Vergessen. Verdrängt. Versöhnt." soll an Zwangsarbeiter in deutschen Wirtschaftsunternehmen der Region erinnern, teilte das Dokumentationszentrum am Mittwoch mit.
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26. Mai 2010
Baustellenbesuch in „Baracke 13“
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Schöneweide wird erweitert
NIEDERSCHÖNEWEIDE. Bis 1945 lebten in einer Baracke an der Köllnischen Straße rund 200 Zwangsarbeiter, danach wurde sie von Firmen genutzt. Künftig können Besucher des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit hier etwas über die Lebensbedingungen von Zwangsarbeitern erfahren.
Seit 2008 gehört die Baracke zum Dokumentationszentrum. Bauleute versuchen, die Einbauten der Nachkriegszeit zu entfernen und möglichst viel vom alten Zustand sichtbar zu machen. [...]
05. Mai 2010
Gedenkort für Zwangsarbeiter
Die Topographie des Terrors besitzt noch eine Niederlassung im Südosten Berlins. Auch hier handelt es sich um einen authentischen Ort: eine Zwangsarbeitersiedlung im Stadtteil Schöneweide.Ortstermin in der Britzer Straße: Niedrige, lang gestreckte Baracken stehen unter Kiefern auf Kiesboden. Das Areal ist umgeben von Gründerzeithäusern, die den Blick auf die Spree verstellen. Die steinernen Baracken sind beige und weiß angestrichen. Unauffällig sieht die Siedlung aus, doch sie ist ein einzigartiger Gedenkort für die Millionen Männer und Frauen, die für Nazi-Deutschland in Fabriken, auf den Feldern oder auf dem Bau schuften mussten. „Zwangsarbeit ist ein Thema, das lange vernachlässigt wurde“, sagt Christine Glauning, die Leiterin des Dokumentationszentrums Berlin-Schöneweide. Ihr ist keine andere Gedenkstätte in dieser Größe und mit überregionalem Anspruch bekannt. [...]
27. Februar 2009
Erinnern
Wie ein Rentner die Stadt erleben kann
Da stehen sie, Baracken, fast so wie 1945. Elf sind noch erhalten, die DDR nutzte sie bis zuletzt. Im Auftrag Albert Speers hat man die eingeschossigen Kästen aufgemauert und in Reih und Glied auf dem Grundstück aufgestellt. Hier wurden in den letzten Kriegsmonaten italienische Militärinternierte und weibliche KZ-Häftlinge gefangen gehalten. Die Bundesvermögensdirektion wollte das Gelände ursprünglich verkaufen, jetzt stehen die Baracken unter Denkmalschutz.
Im Eingangsbereich hängt eine große Karte von Berlin: Rote Flecken, erschreckend zahlreich, markieren die Lager. Die meisten sind um 1944 entstanden, aber schon 1936 gab es die Zwangsunterkunft für die Berliner Sinti. An den Wänden hängen Bilder des Zwangsarbeitereinsatzes des tschechischen Fotografen Zdenek Tmej. Große Schautafeln informieren über das Schicksal der 450 000 Zwangsarbeiter, die in Zwölf-Stunden-Schichten arbeiteten. [...]
11. Dezember 2008
Schriftzüge im Luftschutzkeller
Dokumentationszentrum Zwangsarbeit in Schöneweide wird erweitert
Von Steffi Bey
Deutschlands erste Gedenkstätte, die ausschließlich an das Schicksal von Zwangsarbeitern in der Nazizeit erinnert, wird erweitert. Zum Dokumentationszentrum an der Britzer Straße in Schöneweide gehören künftig sieben historische Gebäude. Das Projekt „Baracke 13” kommt neu hinzu: Ein Steinhaus mit einem rund 200 Meter langen Flur, von dem zehn Räume abgehen.
„Als einzige der erhaltenen Lagerbaracken befindet sie sich größtenteils noch im Originalzustand”, sagt Daniela Geppert, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Topographie des Terrors. Die Fassade besteht aus sichtbaren Hochofenschlackesteinen, auch die 1943 eingesetzten Fenster und die rostbraunen Holz-Fensterläden sind vorhanden. Im Innern werden die unverputzten Wände und an einigen Stellen der historische Steinfußboden sichtbar. „Ein Raum ist in seinen Ursprungsabmessungen vorhanden”, erklärt Daniela Geppert. 16 Personen mussten dort einst auf 35 Quadratmetern hausen.
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25. Oktober 2008
Gedenkstätte wird erweitert
Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Schöneweide soll für insgesamt 600.000 Euro erweitert werden. Dabei werde die einzige noch authentisch erhaltene „Baracke 13” als „Anschauungsobjekt für die Lebenssituation der ehemaligen Zwangsarbeiter” wiederhergerichtet und bis zum kommenden Jahr für Museumszwecke nutzbar gemacht, teilte die Senatsverwaltung für Kultur am Freitag mit. Das Projekt „Baracke 13” soll jeweils zur Hälfte aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Mitteln der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung getragen werden. Die Erinnerung an das Verbrechen der NS-Zwangsarbeit und die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten sei eine Verpflichtung Berlins, erklärte Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD). Mit EU-Hilfe sei es nun möglich, diesen „authentischen Ort dauerhaft zu sichern”. Das letzte in Berlin noch weitgehend erhaltene ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager steht seit 1995 unter Denkmalschutz. Laut den Angaben haben im Jahr 2007 rund 5.000 Menschen das Dokumentationszentrum besucht. EPD
24. Oktober 2008
Berliner Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit wird erweitert
Das Dokumentationszentrum zur Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Schöneweide wird erweitert. Die „Baracke 13” am Rande des Zentrums soll als einzige noch authentisch erhaltene Lagerbaracke dieses und kommendes Jahr behutsam wiederhergerichtet und für Museumszwecke nutzbar gemacht werden.
Berlin (dpa/bb) - Das Dokumentationszentrum zur Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Schöneweide wird erweitert. Die „Baracke 13” am Rande des Zentrums soll als einzige noch authentisch erhaltene Lagerbaracke dieses und kommendes Jahr behutsam wiederhergerichtet und für Museumszwecke nutzbar gemacht werden. „Die Erinnerung an das Verbrechen der NS-Zwangsarbeit und die Opfer des Nationalsozialismus wach zu halten, ist eine Verpflichtung Berlins”, teilte Kulturstaatssekretär André Schmitz am Freitag in Berlin mit.
24. Oktober 2008
Dokumentationszentrum zur NS-Zwangsarbeit wird erweitert
Das Zentrum wird seit 2005 von der Stiftung Topographie des Terrors betreut
Berlin (ddp-bln). Das „Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit” in Schöneweide wird um eine Lagerbaracke erweitert. Das Projekt „Baracke 13” soll als einzige erhaltene Lagerbaracke die Lebenssituation damaliger Zwangsarbeiter veranschaulichen, wie ein Sprecher der Senatskanzlei am Freitag mitteilte.
Die Baracke soll bis 2009 wiederhergerichtet werden. Die Kosten in Höhe von 600 000 Euro werden zur Hälfte aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bereitgestellt.
Das „Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit” auf dem Gelände eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers steht seit 1995 unter Denkmalschutz und wird seit 2005 von der Stiftung Topographie des Terrors betreut. (ddp)
14. September 2008
Storia & Memoria. Gli internati nell`Italienerlager
Von Filippo Proietti
Alla periferia sud-est di Berlino il fiume Sprea divide in due il vecchio quartiere industriale di Schöneweide. Sull'acqua si specchiano costruzioni in mattoni rossi e vecchi impianti della Aeg. In una scuola materna evangelica, tra le case della parte bassa di Schöneweide, i bambini giocano all'aperto e ci guardano incuriositi quando suoniamo al campanello del loro asilo. L'ambiente è accogliente, allegro, alle pareti sono appesi dei disegni. Per poter parlare con la maestra dobbiamo ritiraci nel suo ufficio, tanto è il chiasso dei piccoli all'ora d'uscita. Quando le spieghiamo che siamo alla ricerca dei nomi di alcuni italiani scritti sui muri della cantina della scuola, non si scompone molto. Ci dice di non averli mai visti, ma incuriosita si prende una pausa e ci accompagna nel sotterraneo. La luce è fioca, la cantina ha più pareti di quante pensassimo e quelle scritte, che conosciamo da alcune vecchie fotografie, non si fanno trovare. La maestra ci segue e intanto chiede: „Erano italiani? Lavoratori forzati?”, poi taglia corto: „Forse è inutile cercare, come vede alcuni muri sono stati riverniciati.
Tra le mura di questo asilo e nelle altre undici costruzioni attigue, lunghe e basse, furono alloggiati dal maggio del 1944 sino alla fine della guerra circa 500 italiani, Zwangsarbeiter , lavoratori coatti, che condivisero il Lager con donne provenienti dal Belgio, dalla Francia e dalla Polonia.
Da allora sono passati più di sessant'anni, ma per dimenticare questo luogo bastarono pochi mesi. [...]
1. Februar 2008
Zwangsarbeit für deutschen Vorzeigekonzern
In Kleinmachnow ließ Bosch KZ-Häftlinge schuften
Von Marlies Emmerich
BERLIN. „Die Maschinen waren so groß, wir waren fast noch Kinder und so klein”, sagt Marianne Janowska. Sie erinnert sich genau an ihre Zeit als Zwangsarbeiterin in der NS-Rüstungproduktion bei der Dreilinden-Maschinenbau in Kleinmachnow, einer Tochterfirma des Bosch-Konzerns. „Wir haben im Keller unter der Werkshalle gewohnt und von der Außenwelt monatelang nichts gesehen”, ergänzt Wanda Zatryb. Die Polinnen, 79 und 81 Jahre alt, sind gemeinsam mit der 81-jährigen Krystyna Cieliszak nach Berlin gekommen, um eine Ausstellung über die Rüstungsfabrik, in der sie einst schuften mussten, zu eröffnen.
Zu sehen ist die Ausstellung unter dem Titel „z.B. Bosch” im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide. Sie zeigt „ein ganz gewöhnliches Beispiel der NS-Kriegswirtschaft”, sagt Andreas Nachama, Direktor der Stiftung „Topographie des Terrors"”. Die Stiftung ist Träger des Dokumentationszentrums. [...]
1. Februar 2008
ausstellung über zwangsarbeit bei bosch
„Wir waren für sie Roboter”
Wanda Zatryb war 17 Jahre alt, als sie 1944 in die Rüstungsfabrik Dreilinden in Kleinmachnow kam. „Wir haben dort in Zehnstundenschichten rund um die Uhr arbeiten müssen”, berichtet sie. Untergebracht waren die insgesamt 800 Frauen im Keller der Fabrik. „Ohne Fenster und Tageslicht, mit nur einer dünnen Kartoffelsuppe zu essen.”
Wanda Zatryb gehörte zu einem Transport aus dem Frauen-KZ Ravensbrück, mit dem 1944 junge Polinnen nach Kleinmachnow gebracht wurden. Im Werk Dreilinden stellten die Frauen Einspritzpumpen und Lichtmaschinen für die Flugzeugproduktion her. „Beim Arbeiten wurden wir wie Roboter behandelt und nicht wie Menschen. Es war schrecklich”, so Zatryb. Die Fabrik lag in einem Waldstück. Sie war von einem Stacheldrahtverhau umgeben, der unter Strom stand.
Wanda Zatryb ist eine von 50 Frauen, deren Geschichte in einer neuen Ausstellung des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Schöneweide erzählt wird. [...]
31. Januar 2008
Der Bosch-Konzern half den Ausstellungsmachern
Mit 3000 Euro unterstützte die Robert Bosch GmbH die Ausstellung im Dokumentationszentrum für NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide.
Einige Überlebende besuchten 1995 das KZ Außenlager in Kleinmachnow. Ein Jahr später fand Heimatforscher Rudolf Mach im Keller eines Nachfolgebetriebes erste Akten, die auf das KZ verwiesen.
Das große Verwaltungsgebäude der Dreilinden Maschinenbau GmbH aus rotem Backstein befindet sich noch heute am Stahnsdorfer Damm 81. Es wird von der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft genutzt.
Eine Bürgerinitiative setzte sich 2002 dafür ein, die letzten beiden auf dem Boschgelände erhaltenen Baracken unter Denkmalschutz zu stellen. [...]
16. Januar 2008
Erinnerung an Dreilinder KZ-Häftlinge
Kleinmachnower Rüstungsfabrik ist Thema im Doku-Zentrum Berlin-Schöneweide
KLEINMACHNOW/BERLIN - Den Einsatz weiblicher KZ-Häftlinge in der Kleinmachnower Dreilinden Maschinenbau GmbH dokumentiert eine Ausstellung, die vom 31. Januar im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide zu sehen sein wird. In der Tochterfirma des Bosch-Konzerns wurden in der Nazi-Zeit von 1936 bis 1945 Zubehörteile für Flugzeugmotoren hergestellt. Die Präsentation unter dem Titel „z.B. Bosch” werde die Planung und Entwicklung der Rüstungsfabrik und den Einsatz der Zwangsarbeiter „und damit ein ganz gewöhnliches Beispiel der NS-Kriegswirtschaft” zeigen, teilte die Stiftung „Topographie des Terrors” als Träger des Dokumentationszentrums gestern mit. Zur Eröffnung am 30. Januar werden unter anderem zwei ehemalige Zwangsarbeiterinnen aus Polen erwartet.
Im Herbst 1944 kamen zwei Transporte mit jeweils rund 400 weiblichen Häftlingen des Konzentrationslagers Ravensbrück in Kleinmachnow an. Bis zum Kriegsende mussten die Mädchen und Frauen dort arbeiten. Insgesamt seien in dem Werk mindestens 2600 Kriegsgefangene, zivile Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge ausgebeutet worden, so die Stiftung. [...]
10. Mai 2007
Blicke aus Polen
Die erste große Ausstellung im Berliner Dokumentationszentrum zur NS-Zwangsarbeit
Von Angela Martin
Nach langen Kämpfen entschloß sich der Berliner Senat, das Dokumentationszentrum zur NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide zu finanzieren. Es wurde im letzten noch weitgehend erhaltenen ehemaligen Zwangsarbeiterlager Berlins eingerichtet. Elf der ursprünglich 13 Steinbaracken stehen noch. Hier waren vor allem Italiener untergebracht, in zwei Baracken lebten in den letzten Kriegsmonaten auch 200 polnische Frauen, Häftlinge eines Außenlagers des KZ Sachsenhausen.
Seit August vorigen Jahres ist das Gelände öffentlich zugänglich, die erste große Ausstellung der Gedenkstätte wurde jedoch erst am Montag eröffnet. [...]
8. Mai 2007
Polsko-niemiecka wystawa o robotnikach przymusowych
Wiceszef MSZ Paweł Kowal otworzył wczoraj w Berlinie wystawę poświęconą losom Polaków robotników przymusowych III Rzeszy.
Ekspozycję, którą można oglądać na terenie przekształconego w muzeum byłego hitlerowskiego obozu dla robotników przymusowych w dzielnicy Berlina Schöneweide, przygotowała fundacja Polsko-Niemieckie Pojednanie oraz niemiecka fundacja Topografia Terroru. Tworzą ją zdjęcia, dokumenty i przedmioty osobiste Polaków wywiezionych w latach 1939-45 do Trzeciej Rzeszy lub zmuszanych do pracy na terenie okupowanej Polski. Chodzi o od 2,5 do 3 mln Polaków. Nowa berlińska wystawa, w przeciwieństwie do prób pokazywania polsko-niemieckich stosunków przez Erikę Steinbach, ma nie budzić kontrowersji i emocji, lecz edukować w oparciu o rzetelną wiedzę historyczną. [...]
8. Mai 2007
Erinnerung bewahren
Ausstellung in Berlin über polnische Zwangsarbeiter
Von Jens Brüning
Die Ausstellung „Erinnerung bewahren - Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939-1945” wurde bereits an über dreißig Orten in Polen gezeigt. Nun ist in dem seit August 2006 eröffneten Dokumentationszentrum „NS Zwangsarbeit” die deutschsprachige Version der Ausstellung zu sehen.
Kurator Jakub Deka: Die Geschichte, die wir in dieser Ausstellung erzählen, fängt am 1. September 1939 an mit dem Überfall des Dritten Reiches auf Polen, und dann im September wurde Polen ebenfalls von der östlichen Seite, von der Sowjetunion angegriffen, und nach ungefähr einem Monat wurde das ganze Land besetzt und neu aufgeteilt. (006) Kurz nach dem Angriff begann die Anwerbung der Arbeitskräfte für die deutsche Wirtschaft, also zunächst versuchte man die Freiwilligen zu finden, die bereit wären, in Deutschland zu arbeiten. [...]
7. Mai 2007
W Berlinie otwarto wystawę o polskich robotnikach przymusowych
Losy polskich robotników niewolniczych i przymusowych w czasie II wojny światowej są tematem wystawy zorganizowanej na terenie przekształconego w ośrodek pamięci i dokumentacji byłego nazistowskiego obozu dla zagranicznych więźniów w dzielnicy Berlina Schoeneweide.
W uroczystym otwarciu ekspozycji w poniedziałek w siedzibie władz Berlina, Czerwonym Ratuszu, uczestniczyli sekretarz stanu w polskim Ministerstwie Spraw Zagranicznych Paweł Kowal oraz reprezentujący burmistrza stolicy Niemiec sekretarz stanu ds. kultury Andre Schmitz. Obecna była grupa byłych polskich więźniów obozów koncentracyjnych. Jeden z nich, więzień Sachsenhausen Józef Kuźba, opowiadał o swoich obozowych przeżyciach. [...]
27. Oktober 2006
Brandanschlag auf Dokuzentrum
Die Gedenkstätte für NS-Zwangsarbeit in Schöneweide wird zum zweiten Mal angegriffen. Wenig Sachschaden. Polizei ermittelt in alle Richtungen. Kultursenator Flierl: Das sind offensichtlich gezielte Anschläge von rechtsradikalen Tätern
Zum zweiten Mal binnen zehn Tagen ist das Dokumentationszentrum für NS-Zwangsarbeit in Schöneweide Ziel eines Anschlages geworden. Unbekannte Täter haben laut Polizei in der Nacht zu Donnerstag zwei Brandsätze auf das Gelände an der Britzer Straße geworfen. Bereits in der vergangenen Woche waren Unbekannte nachts in eine Baracke eingedrungen und hatten Davidsterne und ein Hakenkreuz an eine Tür geschmiert. Der Staatsschutz ermittele „in alle Richtungen”. [...]
27. August 2006
In Untiefen der Geschichte
Kultur-Highlights
Von Dirk Krampitz
[...] auch in der jüngeren deutschen Geschichte gilt es noch tiefere Schichten auszuloten. Mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat die Stiftung Topographie des Terrors am Donnerstag in Berlin-Schöneweide die erste Zwangsarbeiter-Gedenkstätte Deutschlands eröffnet. Das neue Dokumentationszentrum ist in einem erhaltenen Barackenlager aus den Jahren 1944/45 untergebracht. Mehr als 400 000 Menschen aus ganz Europa mussten im Krieg allein in Berliner Industriebetrieben Zwangsarbeit leisten. Von fast 3000 Lagern, die es damals gab, ist dieses als einziges erhalten geblieben. Zwei Baracken sind in einem ersten Schritt für Besucher umgebaut worden. Das Gelände an der Britzer Straße 5 in Treptow ist außer montags von 11-17 Uhr geöffnet. Auf Anfrage werden Führungen angeboten. Infos: www.topographie.de
25. August 2006
Dokumentationszentrum zur Zwangsarbeit
Stätte dunkler Erinnerungen eröffnet
In Berlin erinnert nun eine Gedenkstätte an Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Das Dokumentationszentrum in ehemaligen Baracken gilt in Deutschland als einmalig. Jetzt fehlen nur noch die Zeitzeugen.
Graue Steinbaracken ducken sich unscheinbar unter hoch gewachsenen Kiefern. Vom Straßenrand ist kaum zu erahnen, dass sich hier ein trauriges Stück deutscher Geschichte erhalten hat: Die steinernen Mauern erinnern an Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Nun sind die Berliner Baracken, erbaut 1943 bis 1945, zu einer Gedenkstätte geworden. Am Donnerstag ist ein Dokumentationszentrum zur NS-Zwangsarbeit eröffnet worden, das deutschlandweit als einmalig gilt. Eine zweite Zwangsarbeiter-Gedenkstätte an einem authentischen Ort gibt es nach Meinung von Leiterin Christine Glauning nicht. [...]
25. August 2006
Baracken erinnern an Zwangsarbeiter
Deutschlandweit erstes Dokumentationszentrum
Von Marlies Emmerich
Mehr als 400 000 Menschen aus vielen europäischen Ländern mussten während der NS-Zeit in rund 3 000 Lagern in Berlin und der Umgebung Zwangsarbeit leisten. Das einzige deutschlandweit erhaltene Barackengelände dieser Art ist gestern als NS-Dokumentationszentrum in der Treptower Britzer Straße 5 als Dokumentationszentrum eröffnet worden. Die Initiative dazu war ursprünglich von ehrenamtlichen Mitgliedern der Geschichtswerkstatt ausgegangen.
Andreas Nachama von der Stiftung Topographie des Terrors als Träger sagte, dass die schätzungsweise rund 2 000 Lagerinsassen aus Italien, Frankreich und Belgien „vor aller Augen” in dem Wohngebiet gefangen gehalten wurden. Keiner könne heute sagen, davon nichts gewusst zu haben. Kultursenator Thomas Flierl (PDS) wünschte sich, dass der Bund die Gedenkstätte mit Archiv, Seminarräumen und Bibliothek unterstützt. Bisher gibt das Land Berlin jährlich 360 000 Euro, die Europäische Union hat aus Fördermitteln 1,4 Millionen Euro für Umbauten bewilligt. [...]
25. August 2006
Vergessener Ort der Qualen
Im ehemaligen Barackenlager Schöneweide eröffnet die Stiftung Topographie des Terrors das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. Neben Ausstellungen soll ein europaweit einmaliges Forschungsprojekt über NS-Arbeitslager entstehen
Von Nina Apin
Fünf Frauen und ein Mann betreten die Baracke. Sie singen ein melancholisches russisches Volkslied, das vom Rattern eines Zuges und deutschen Befehlen übertönt wird. Als sie wieder erscheinen, tragen sie Zwangsarbeiter-Kleidung: Kopftuch, Schürzen, grobe Arbeitsjacken. Sie stapeln Kisten, angetrieben von ihrem deutschen Aufpasser: „Schneller, arbeiten sollt ihr!”
Die kurze Darbietung des Berliner Dokumentartheaters flankierte die Schlüsselübergabe für das neue Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, die gestern in Schöneweide stattfand. Im Publikum befanden sich einige Menschen, die sichtlich bewegt und alt genug waren, persönlich von der Geschichte des Ortes betroffen zu sein: Von 1943 bis 1945 stand hier, unter Kiefern und in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Gründerzeit-Wohngebiet, eines von etwa 3.000 Berliner Lagern für Zwangsarbeiter. Rund 2.000 Militärinternierte und Zivilgefangene aus Italien, weibliche KZ-Häftlinge und vermutlich osteuropäische ZwangsarbeiterInnen wurden in den Baracken zusammengepfercht, um in der AEG, dem Reichsbahnausbesserungswerk und weiteren umliegenden Industriebetrieben zu arbeiten. [...]
24. August 2006
Berlin: Zwangsarbeiter-Gedenkstätte eröffnet
Mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist am Donnerstag in Berlin die erste zentrale Zwangsarbeiter-Gedenkstätte eröffnet worden.
Das Dokumentationszentrum ist in einem erhaltenen Barackenlager aus den Jahren 1943 bis 1945 untergebracht. Nach Angaben der Stiftung Topographie des Terrors ist die Gedenkstätte in dieser Form einmalig in Deutschland.
Berlins Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) nannte das neue Zentrum bei der Schlüsselübergabe einen Ort des Erinnerns und der Dokumentation von Unrecht und erlittenem Leid. Mit dem Konzept sei eine würdige und an die Vergangenheit mahnende Nachnutzung gefunden worden. [...]
24. August 2006
Gedenken: Zentrum über das Leben der Zwangsarbeiter
Stiftung Topographie des Terrors übernimmt heute die Dokumentationsstätte in Niederschöneweide
Von Sabine Flatau
Graue Baracken sind die steinernen Zeitzeugen. An der Britzer Straße in Niederschöneweide befand sich von 1943 bis Kriegsende ein etwa 3,3 Hektar großes Zwangsarbeiterlager. Zwölf Baracken dienten für Unterkünfte, eine war die Wirtschaftsbaracke. Ein Drittel der Fläche mit sechs Gebäuden ist in den vergangenen Monaten zur ersten Dokumentationsstätte über NS-Zwangsarbeit in Berlin umgebaut worden. Sie wird heute der Stiftung Topographie des Terrors übergeben werden. Deren Geschäftsführender Direktor, Andreas Nachama, nimmt am Vormittag die Schlüssel entgegen. Projektleiterin Christine Glauning und ihre Mitarbeiterin Daniela Geppert beziehen dann ihre Arbeitsräume. [...]
24. August 2006
Gedenkstätte für Zwangsarbeiter wird eröffnet
BERLIN Mehr als 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wird in Berlin heute die erste zentrale Zwangsarbeiter-Gedenkstätte eröffnet. Das Dokumentationszentrum ist in einem erhaltenen Barackenlager im Ortsteil Schöneweide untergebracht und erinnert an Zwangsarbeit im Nationalsozialismus. Nach Angaben der Stiftung Topographie des Terrors ist die Gedenkstätte in dieser Form einmalig in Deutschland. [...]
21. August 2006
Staatsfeinde in Schöneweide
In Berlin wird am 24. August die erste Gedenkstätte für NS-Zwangsarbeiter eröffnet. Die Baracken im ehemaligen Industrieviertel Schöneweide geben weiter Rätsel auf.
Von Ulrike von Leszczynski
Graue Steinbaracken stehen geduckt unter hoch gewachsenen Kiefern. Nur am Zaun weist ein Schild auf die «Errichtung eines Dokumentationszentrums zur NS-Zwangsarbeit» in Berlin hin. Noch ist die künftige Gedenkstätte ein wenig bekannter Ort im Stadtteil Schöneweide. Am 24. August wird das Baracken-Ensemble eröffnet. Die hier geplanten Ausstellungen sollen Buchwissen anschaulicher präsentieren: Mehr als 400.000 Menschen aus ganz Europa, so lauten Schätzungen, mussten 1944/1945 in den Berliner Industriebetrieben Zwangsarbeit leisten.
Mehr als 60 Jahre nach Kriegsende ist es ein spätes Gedenken an Zwangsarbeit. Und doch sei das Zentrum in dieser Form einmalig in Deutschland, sagt Museumsleiterin Christine Glauning. Das ehemalige Lager will kein Denkmal sein und kein Museum. Die Gebäude sollen vielmehr ein authentischer Erinnerungsort an Zwangsarbeit werden, ein sichtbarer Hinweis auf ein lange verdrängtes Verbrechen des Nationalsozialismus. [...]
23. August 2006
Berlin otwiera muzeum robotników przymusowych
- W Berlinie powstaje pierwsze w Niemczech muzeum poświęcone robotnikom przymusowym deportowanym w czasie II wojny światowej do Trzeciej Rzeszy.
Otwarcie ośrodka dokumentacyjnego oraz dwóch historycznych wystaw nastąpi w najbliższy czwartek - poinformowała środę rzeczniczka organizatora projektu, Fundacji Topografia Terroru, Christine Glauning.
Muzeum mieści się na terenie byłego obozu dla robotników przymusowych w dzielnicy Schoeneweide, we wschodniej części miasta. Nazistowskie władze zbudowały obóz w 1943 r. dla 2000 osób na polecenie głównego inspektora budowlanego Trzeciej Rzeszy Alberta Speera. W kamiennych barakach przetrzymywano około 500 Włochów, przedstawicieli innych krajów, w tym Polski, oraz więźniarki obozów koncentracyjnych. Kobiety zmuszano do pracy w berlińskiej fabryce baterii Petrix. [...]
10. Juni 2006
Geschichtskurs im Lager für Zwangsarbeiter
Erster Teil der Gedenkstätte wird derzeit hergerichtet
Von Karin Schmidl
NIEDERSCHÖNEWEIDE. Das ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager an der Britzer Straße 1-5 soll zu einem Ort des Erinnerns und Lernens werden. „Wir wollen die Baracken so umbauen, dass sie von Historikern, aber auch von Schüler- und Jugendgruppen genutzt werden können”, teilte der Geschäftsführer der Stiftung Topographie des Terrors, Andreas Nachama, mit. Am 24. August werden die ersten beiden Baracken der Öffentlichkeit übergeben. Dort entstehen derzeit Räume für Ausstellungen und Seminare sowie eine Bibliothek und ein Archiv. Später wird die Gedenkstätte aus sechs Baracken bestehen. [...]
8. Mai 2006
Die Zusage steht – bald
Von René Heilig
Britzer-Straße in Berlin-Schöneweide. Baracken werden saniert. Absurd, man würde sie normalerweise abreißen, um einen Kauftempel zu errichten. Doch Berlin hat Ehrlicheres vor.
Es ist irgendwie so, wie es damals auch gewesen sein muss. Bewohner der umliegenden Mietshäuser öffnen die Fenster, um den wärmenden Frühling einzulassen. Auf Balkons blühen Geranien. Der Blick fällt auf eine Ansammlung von Baracken – jenseits der Straße.
Drei Hektar groß ist das Gelände, auf dem man zur Nazi-Zeit ein Lager errichtet hatte. Aus Bausteinen, wegen der Kriegs-Brandschutzverordnung. Deshalb – und weil die DDR Platz für Büros und Labors brauchte – stehen die langgestreckten Flachbauten noch. Nun werden sie zu einem Dokumentationszentrum umgebaut. [...]
20. Februar 2006
Gedenkort in historischen Baracken
Von Steffi Bey
Deutschlands erste Gedenkstätte, die ausschließlich an das Schicksal von Zwangsarbeitern im Dritten Reich erinnert, wird im Herbst dieses Jahres eröffnet. Das kündigte Cord Pagenstecher, Vorsitzender des Fördervereins Dokuzentrum Zwangsarbeiterlager Schöneweide, an. Wie berichtet, entsteht der Gedenkort an der Britzer Straße in Niederschöneweide, wo sich das einzige noch komplett erhaltene, ehemalige Lager Berlins befindet. „Die baulichen Maßnahmen haben bereits begonnen”, erklärte Pagenstecher auf einem Forum im Rathaus Köpenick. So werden zunächst die in der Nachkriegszeit hinzugefügten Anbauten entfernt. Sechs der insgesamt 13 steinernen Gebäude sollen künftig an die mehr als 2000 ausländischen Arbeitskräfte erinnern, die von 1943 bis 1945 auf dem Gelände interniert waren. Sie kamen aus Belgien, Holland, Frankreich, Polen und der Ukraine. Vom Lager aus wurden sie in die naheliegenden Rüstungsbetriebe im Südosten Berlins gebracht.
Nachdem das Land Berlin vergangenen Sommer den vorderen Teil des Areals – dort befand sich zu DDR-Zeiten ein Impfstoffinstitut – erworben hatte, entwickelt die Stiftung „Topographie des Terrors” diesen Bereich. Ein internationaler Beirat wurde eingerichtet und das Gedenkstätten-Konzept beraten. [...]
18. August 2005
Dokumentationszentrum für NS-Zwangsarbeit geplant
(jkm) Die Stiftung „Topographie des Terrors”, die in der Nähe des Potsdamer Platzes in Berlin bereits eine Open-Air-Ausstellung zu den Verbrechen des Nationalsozialismus zeigt, will im Mai 2006 auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers in Berlin-Schöneweide ein Dokumentationszentrum für NS-Zwangsarbeit eröffnen. [...]
17. August 2005
Zentrum soll NS-Zwangsarbeit dokumentieren
Die Stiftung „Topographie des Terrors” eröffnet im Mai 2006 auf dem Gelände eines ehemaligen Zwangsarbeiter-Lagers in Schöneweide ein Dokumentationszentrum für NS-Zwangsarbeit. Um ein Konzept zu erarbeiten, wurde ein internationaler Beirat einberufen, teilte die Stiftung mit. Darin sitzen Vertreter von Zwangsarbeiterorganisationen aus Polen und Tschechien sowie Forscher aus Rußland und den USA. [...]








