Montag, 8. Mai 2017 19:00 Uhr

Popiół i diament – Asche und Diamant

Spielfilm, 1958, 97 Minuten
(Originalfassung mit deutschen Untertiteln)
Regie: Andrzej Wajda

Einführung: Kornel Miglus, Polnisches Institut Berlin
Nach dem Film steht Robert Thalheim für Fragen zur Verfügung.
Moderation: Ulrich Tempel, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

Topographie des Terrors Auditorium 
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit dem Polnischen Institut Berlin im Rahmen von filmPOLSKA 2017)

Asche und Diamant ist nach Generation (1955) und Kanal (1957), dem vielbeachteten Film über den Warschauer Aufstand 1944, Wajdas dritter Spielfilm, der die sogenannte Kriegstrilogie abschließt. Als Vorlage nutzte Wajda den gleichnamigen Roman von Jerzy Andrzejewski (1948), den er in Zusammenarbeit mit dem Autor für das Drehbuch adaptierte.
Es ist der 8. Mai 1945. Maciek, Angehöriger der polnischen Heimatarmee, erhält den Auftrag, den kommunistischen Funktionär Szczuka zu töten. Doch das Attentat misslingt, zwei andere Männer werden erschossen. Die weitere Handlung spielt überwiegend in einem großen Hotel, in dem sich Maciek und Szczuka einquartiert haben. Am Abend findet ein großes Bankett zur Feier der Beendigung des Zweiten Weltkriegs statt. Schließlich entscheidet sich Maciek, das Attentat auf Szczuka doch noch auszuführen. Maciek selbst wird am Ende von einer Patrouille erschossen.
Andrzej Wajda (1926–2016) war einer der bedeutendsten polnischen Regisseure, dessen Wirkungszeitraum sich über 60 Jahre erstreckte. In vielen seiner Filme setzte er sich mit den Themen Zweiter Weltkrieg und Holocaust auseinander. Der Film Asche und Diamant wurde 1959 auf den Internationalen Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet und gilt als eines der filmischen Meisterwerke des 20. Jahrhunderts.

Robert Thalheim, 1974 geboren, ist Regisseur und Drehbuchautor. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Werk Andrzej Wajdas und veröffentlichte mit Stefan Meyer den Band Asche oder Diamant? Polnische Geschichte in den Filmen Andrzej Wajdas (2000). Zu seinen Filmen zählen u.a. Netto (2005), Am Ende kommen Touristen (2007) und Kundschafter des Friedens (2017).

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