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In Berlin wurden im Zuge der sogenannten Fabrikaktion ungefähr 10.000 "ungeschützte" Juden, die nicht unter eine der Ausnahmekategorien der Nationalsozialisten fielen, verhaftet und in vier Sammellagern (zwei Kasernen, das Konzerthaus Clou, die Synagoge in der Levetzowstraße) interniert. Bis zum 6. März wurden nahezu 7.000 von ihnen in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ein Teil der über 1.000 bei der Fabrikaktion verhafteten "Mischlinge" oder in "Mischehe" lebenden Juden, die aufgrund ihres "geschützten" Status nicht in diese Deportationen eingeschlossen waren, wurden getrennt in einem Verwaltungsgebäude der Jüdischen Kultusvereinigung in der Rosenstraße 2-4 und in einem Gebäude in der Großen Hamburger Straße festgehalten. In einer für die NS-Zeit beispiellosen öffentlichen Aktion protestierten Hunderte von nichtjüdischen Angehörigen, zumeist Ehefrauen der verhafteten jüdischen Zwangsarbeiter, tagelang vor der Rosenstraße 2-4 und forderten die Freilassung ihrer Familienangehörigen. Am 6. März 1943 wurden die festgehaltenen Juden aus der Haft entlassen. Die nicht deportierten "geschützten" Juden lebten bis Kriegsende in zunehmender Isolation und unter der ständigen Bedrohung einer weiteren Radikalisierung der NS-Vernichtungspolitik. Die Anfang 1945 vom Reichssicherheitshauptamt geplante Deportation aller "Mischlinge" und in "Mischehe" Lebenden nach Theresienstadt scheiterte am Vormarsch der Alliierten. Insgesamt wurden über 50.500 Juden aus Berlin in die Vernichtungslager in den von Deutschland besetzten osteuropäischen Ländern deportiert. |