Der Reichsführer-SS und sein Reich
Die Geheime Staatspolizei
Der Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS
Das Reichssicherheitshauptamt

 
  Das Reichssicherheitshauptamt

Mit der Gründung des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) am 27. September 1939 faßte Himmler die im staatlichen Hauptamt Sicherheitspolizei (Geheime Staatspolizei und Kriminalpolizei) organisierten Kräfte und den parteiamtlichen Sicherheitsdienst in einer Institution zusammen. Zum Leiter des RSHA ernannte er Reinhard Heydrich.

  Diese organisatorische Zusammenlegung bedeutete jedoch weder eine Auflösung der alten Ämter noch eine räumliche Zentralisierung. Die Dienststellen des RSHA, die 1942 über etwa 3.400 Mitarbeiter in Berlin verfügten, waren über die ganze Stadt verteilt. Die Prinz-Albrecht-Straße 8 beherbergte die Zentrale und war die Postadresse des RSHA. Prinz-Albrechtstraße 8
 

  Dem RSHA unterstand ein weitverzweigtes Netz nachgeordneter Dienststellen. Neben den Wachmannschaften der Konzentrations- und Vernichtungslager waren die Sicherheitspolizei (Gestapo und Kripo), die Organe des Sicherheitsdienstes und die Polizeibataillone des Hauptamtes Ordnungspolizei die am meisten gefürchteten Instrumente der nationalsozialistischen Unterdrückungs- und Ausrottungspolitik. In den besetzten Gebieten herrschten Einsatzgruppen und Einsatzkommandos als mobile beziehungsweise Befehlshaber und Kommandeure der Sicherheitspolizei und des SD mit den ihnen unterstellten Kräften als stationäre Dienststellen.

Mit dem RSHA hatten Himmler und Heydrich die Zentrale nationalsozialistischer Terrorherrschaft geschaffen, über die nahezu die gesamte Verfolgungs- und Vernichtungspolitik des 'Dritten Reiches' gesteuert wurde.