Hans-Joachim Hacker | Angelika Krüger-Leißner

Montag, 8. Dezember 2003

Hans-Joachim Hacker, MdB | Angelika Krüger-Leißner, MdB

„Die Dokumentation ‚Topographie des Terrors’ ist eine Herausforderung, sich mit dem System des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und an das Leiden der Opfer zu denken. Vielen Dank für die Führung durch die Ausstellung und weiterhin Erfolg in der Arbeit im Sinne der zeitgeschichtlichen Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur.”

Rainer Eppelmann

Mittwoch, 26. November 2003

Rainer Eppelmann, MdB, Vorstandsvors. Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur

„Erinnerung als Chance für unsere gemeinsame Zukunft, die hoffentlich eine tolerantere, gewaltfreiere und friedlichere ist. Danke für Ihre Mühe, Ihr Engagement und Ihren Einsatz. Berlin kann froh sein, daß es Sie gibt!”

Peter Strieder

Freitag, 26. September 2003

Peter Strieder, Senator für Stadtentwicklung

„Die Topographie des Terrors ist einerseits ein Ort der Täter, die von hier aus, an ihren Schreibtischen sitzend, ganz Europa mit Terror überzogen haben, andererseits auch ein Ort der Opfer, die hier verhört oder von hier zu anderen Haftorten verbracht worden sind. Städtebaulich und architektonisch ist das geplante Stabwerk von Peter Zumthor, zusammen mit dem Jüdischen Museum von Libeskind und dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas von Eisenman, ein Pfeiler in dem Dreiklang des Gedenkens an das, was zwischen 1933 und 1945 eben von hier ausging. Deshalb muß an dieser Stelle ein eindrucksvolles Ausstellungs- und Dokumentationsgebäude entstehen.”

Rabbi Jay Rosenbaum

Montag, 18. August 2003

Rabbi Jay Rosenbaum, New York

„You keep alive the memory of what the human condition is capable of and how we must be on guard to make sure that this never happens again. Yours is hard work and holy work for you contribute to the well being of Gods children, and engage in combat against the forces of darkness. May God bless you for your sacrifice, and thank you for making sure that the word ‚Never again’ not be an empty slogan.”

Petra Pau

Montag, 26. Mai 2003

Petra Pau, Mitglied des Deutschen Bundestages

„Monat für Monat befrage ich die Bundesregierung, wie viele rechtsextreme Straftaten registriert wurden. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, zeigt die Statistik ein erschreckendes Bild: Täglich gibt es mindestens eine Gewalttat und n0ahezu jede Minute ein Delikt, welches von Neonazis und anderen ‚Kameraden’ begangen wird. Das reale Maß und das Leid der Opfer sind unermesslich höher. Über die Zahl der Todesopfer in den letzten zehn Jahren wird gestritten. Sie liegt auf jeden Fall bei einhundert und mehr. Wer die Gedenkstätte ‚Topographie des Terrors’ besucht - und es mögen viele sein -, sollte daher nicht nur Vergangenes beklagen...”

Wolfgang Thierse

Dienstag, 6. Mai 2003

Wolfgang Thierse, Präsident des Deutschen Bundestages

„Eine gute Idee, eine gute Reihe: Lesen gegen das Vergessen - von Geschichte, von Leiden, also auch von wichtigen Büchern.”

Gästebucheintrag anläßlich der Eröffnung der Reihe "Lesen gegen das Vergessen"

Christina Weiss

Freitag, 25. April 2003

Christina Weiss, Staatministerin für Angelegenheiten der Kultur und der Medien

„Heute haben wir gemeinsam wieder Visionskraft geschöpft - mit festem Blick auf die Realität hoffen wir auf neue Kommunikationsfähigkeit.”

Johannes Gruetzke

Mittwoch, 16. April 2003

Johannes Gruetzke, Maler

„Also, daß die Ruinen zunächst voller Wut weggerissen wurden und abgeräumt wurden, als ob sie nicht dagewesen wären und Jahrzehnte später mit den Schaufeln von Archäologen die Keller und Grundmauern dieser Gebäude wieder freigelegt wurden, bedeutet zwar keine Auferstehung, aber ein Durchschauen der Verkleidung dieses Gebäudes. Jetzt sehen wir es selbst, das Gebäude mit seinen gekachelten Kellerräumen, kein Film, kein Schmuck, kein Wirklichkeitstheater, sondern die Wirklichkeit der Vergangenheit.”

Volker Hassemer

Freitag, 11. April 2003

Volker Hassemer, Kultursenator a.D.

„Hier wollte man nach dem Krieg jede Spur, jeden Stein beseitigen. Das war beschlossen, das war beauftragt, das war bezahlt - die Akten waren klar. Robert Frank ist zu danken, daß er diese Klarheit beseitigte, mit seinen eigenen Händen Spuren davon ausgrub, was die Enttrümmerungsfirma liegen gelassen hatte. Wir hatten uns geirrt und hätten ohne Frank einen Fehler, einen schlimmen Fehler gemacht.”

Maxim Biller

Dienstag, 1. April 2003

Maxim Biller, Schriftsteller

„Daß Deutsche von Deutschen in Namen Deutschlands gefoltert wurden - das lernt man auf dem ehemaligen Prinz-Albrecht-Gelände, in der Open-Air-Präsentation der Topographie des Terrors. Eine überraschende Einsicht. Deutsche waren also auch Opfer der Nationalsozialisten? Wieso wissen wir so wenig darüber? Und wann kann endlich dieser Teil der Geschichte zwischen Niederkirchner- und Wilhelmstraße angemessen präsentiert werden, nicht bloß an ein paar Stellwänden im Freien? Fragen, auf die es Antworten gibt, da bin ich mir sicher.”