Wanderausstellungen

Die folgenden Ausstellungen sind für die Präsentation an anderen Orten eingerichtet und können entliehen werden:

„Überall Luthers Worte …” – Martin Luther im Nationalsozialismus

Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Die Ausstellung (mehr) wird ab Mitte November zur Ausleihe zur Verfügung stehen.

In Absprache mit der Gestalterin kann sie unter Umständen in ein vorhandenes Ausstellungssystem eingepasst werden. Sollte kein passendes System vorhanden sein, können Systemelemente eventuell zusätzlich entliehen werden. Die Transportkosten erhöhen sich dementsprechend.

Infoblatt mit technischen Angaben (PDF)

Das Gesicht des Gettos. Bilder jüdischer Photographen aus dem Getto Litzmannstadt 1940–1944

Im Auftrag des Litzmannstädter „Judenrates” machten einige jüdische Photographen tausende Bilder von nahezu allen Bereichen des Gettolebens. Die fast 12.000 erhaltenen Kontaktabzüge befinden sich heute im Staatsarchiv Lodz. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von ca. 50 groß­formatigen Fotografien aus dem Getto Litzmannstadt – wie Lodz von den deutschen Besatzern 1940 umbenannt wurde – , die erstmals den bislang fast unbekannten Bildbestand der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ergänzt wird die als Wanderausstellung konzipierte deutsch-englischsprachige Präsentation durch Aussagen ehemaliger Getto-Bewohner und Eintragungen in der Getto-Chronik. Ein kurzer Abriss der Geschichte des Gettos, eine Charakterisierung der Fotografie als historische Quelle und Hinweise auf die Fotografen führen in die Ausstellung ein. Die Ambivalenz zwischen der ausweglosen Situation im Getto und den Bemühungen der Bewohner, ihre Würde zu erhal­ten und so lange wie möglich zu überleben, wird gerade durch die Empathie der jüdischen Fotografen mit den Gettoinsassen, die sie im offiziellen Auftrag des „Judenrates” fotografierten, offenkundig.

Zur Ausstellung liegt ein gleichnamiger deutsch-englischsprachiger Katalog vor.

Weitere Auskünfte zur Ausleihe der Wanderausstellung unter:
Telefon 030 254509-13 oder info(at)topographie.de

Infoblatt mit technischen Angaben (PDF)

Die nationalsozialistischen „Euthanasie”-Morde.
Die Ausstellung des Gedenk- und Informationsortes Tiergartenstraße 4 in Berlin

Eine Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, betreut durch die Stiftung Topographie des Terrors

Seit September 2014 gibt es in Berlin in der Tiergartenstraße 4 einen Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie”-Morde. Hier wurde die Ermordung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen geplant und organisiert. Damit wird, über eine seit 1989 bestehende Gedenkplatte hinaus, am historischen Ort der Täter über die „Euthanasie”- Verbrechen informiert und an die Opfer erinnert.

Die Wanderausstellung „Die nationalsozialistischen ‚Euthanasie’-Morde” ist eine mobile und barrierearme Präsentation der Inhalte, die am Gedenk- und Informationsort Tiergartenstraße 4 in Berlin gezeigt werden. Die Ausstellung zeigt in zehn Kapiteln die Vorgeschichte, die Voraussetzungen und Durchführung der Patientenmorde. Sie beschreibt die besondere Bedeutung der Organisationszentrale in der Tiergartenstraße 4 und erläutert weitere Mordaktionen gegen psychisch kranke und geistig behinderte Männer, Frauen und Kinder in Deutschland und Europa ab 1939. Sie zeigt die Verbindungslinien der „Euthanasie”-Aktion zur Ermordung der europäischen Juden auf und beleuchtet das Verdrängen und Verschweigen der Morde nach 1945. Zehn lebensgeschichtliche Skizzen von Opfern der Patientenmorde verbinden die Themenkapitel und verdeutlichen die individuelle Dimension dieser Verbrechen. Ergänzend wird die Entwicklung des Gedenkens an die „Euthanasie”-Morde in Europa dargestellt.

Die Ausstellungstexte stehen durchgängig in Deutsch und Leichter Sprache zur Verfügung. Textanordnung und Ausstellungsaufbau orientieren sich an den Anforderungen von Rollstuhlnutzern. Zwei optional ausleihbare Medienstationen bieten zusätzliche Erläuterungen und Inhalte für Ausstellungsbesucher mit und ohne Beeinträchtigungen des Hörens und des Sehens. Sie bieten zusätzliche Informationen zur Geschichte der Villa Tiergartenstraße 4, zum Selektionsverfahren der „Aktion T4” und zu den Orten der Patientenmorde.

Exposé mit technischen Angaben (PDF)

Zwischen den Zeilen? Zeitungspresse als NS-Machtinstrument

In dieser ersten umfassenden Ausstellung über die Zeitungspresse während der NS-Zeit stehen die Grundzüge des repressiven Pressesystems und deren Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Presselandschaft im Mittelpunkt. Dabei wird gezeigt, wie grundlegend zwölf Jahre nationalsozialistischer Herrschaft die deutsche Presselandschaft veränderten. Dreizehn ausgewählte Zeitungsfaksimiles und Journalistenporträts veranschaulichen, welch unterschiedliche publizistische Strategien die Zeitungen verfolgten und welche Denk- und Handlungsspielräume es für Verleger, Journalisten und Leser gab. Anhand der zwei Schwerpunktkapitel zum Reichsparteitag 1935 sowie zu Goebbels‘ „Sportpalastrede” 1943 stehen exemplarisch die Berichterstattung in der Zeitungs- und Zeitschriftenpresse sowie in Rundfunk und Wochenschau einander gegenüber.

Die Ausstellung benötigt eine Fläche von 220 m². Sie besteht aus Bild-/ Texttafeln, Medienstationen und einem großen ‚Redaktionstisch’ mit Hockern, auf dem Zeitungsfaksimiles ausliegen. Das Transportgut besteht aus drei Kisten auf Rollen sowie weiteren Elementen. Für Aus- und Einlagerung werden zwei Personen und ein Transportwagen mit Hebebühne benötigt. Die Hängung kann von vier erfahrenen Mitarbeitern in zwei Arbeitstagen durchgeführt werden. Ein Rahmensystem kann evtl. zur Verfügung gestellt werden. Für Transport, Versicherung, Leihgebühr und Erstellung eines Hänge-/Stellplans ist mit Kosten von ca. 3.500 Euro zu rechnen. In Absprache mit den Autoren ist der Verzicht auf einzelne Elemente möglich.

Infoblatt mit technischen Angaben (PDF)

„Vor aller Augen”. Die Deportation der Juden und die Versteigerung ihres Eigentums. Fotografien aus Lörrach Oktober/November 1940

Die in der Ausstellung gezeigten Bildserien mit insgesamt 42 Fotografien der Deportation von Juden in Lörrach am 22. Oktober 1940 sowie der Versteigerung von Hausrat aus ihren Wohnungen, wenige Wochen nach diesem öffentlichen Verbrechen, stellen eine erschütternde visuelle Dokumentation dar. Für beide Serien sind die originalen Negative des Fotografen, eines Kriminalpolizeibeamten, erhalten.

Weitere Auskünfte zur Ausleihe der Wanderausstellung unter:
Telefon 030 254509-13 oder info(at)topographie.de

Infoblatt mit technischen Angaben (PDF) 

„Vor aller Augen”. Fotodokumente des nationalsozialistischen Terrors in der Provinz

Deutsch-englische Fotodokumentation über öffentliche Szenen des alltäglichen Terrors in der NS-Zeit, auf der Basis einer bundesweiten Recherche in Regional- und Lokalarchiven zur Erschließung neuer Bildquellen.

Präsentation von September 2002 bis Februar 2003 am Bauzaun auf dem Gelände der „Topographie des Terrors”. Seither ist die Wanderfassung in mehreren Städten der Bundesrepublik präsentiert worden, u.a. in Heidelberg, Mannheim, Erlangen, Saarbrücken, Prora (Rügen) und Riesa.

Weitere Auskünfte zur Ausleihe der Wanderausstellung unter:
Telefon 030 254509-13 oder info(at)topographie.de

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„Es brennt!” Antijüdischer Terror im November 1938

In Kooperation mit den Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum entstand die Ausstellung „Es brennt! Antijüdischer Terror im November 1938”. Das gemeinsame Ausstellungsvorhaben zum 70. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 diente der historischen Dokumentation des für alle Welt sichtbaren Angriffs auf das deutsche Judentum nach fünfeinhalb Jahren NS-Herrschaft.

Präsentation von November 2008 bis März  2009 im Centrum Judaicum

Zur Ausstellung liegt ein gleichnamiger Katalog vor.

Weitere Auskünfte zur Ausleihe der Wanderausstellung unter:
Telefon 030 254509-13 oder info(at)topographie.de

Infoblatt mit technischen Angaben  (PDF)