14. Treffen

Protokoll des 14. Treffens der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken vom 9.-11.3.2005 in Berlin

 

Mittwoch, 9.3.2005

Begrüßung durch Dr. Andreas Nachama, Geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Führung durch Bibliothek und Sammlungen/Archiv, Annekathrin Genest und Ulrich Tempel, Stiftung Topographie des Terrors

Gemeinsamer Internetkatalog der Gedenkstättenbibliotheken (Matthias Mann)
Matthias Mann stellte gemeinsam mit dem Datenbank-Entwickler Klaus Lehmann, Radeberg, eine Vorabversion des neuen AGGB-Kataloges vor. Die Realisierung erfolgte mit dem "Ruck-Zuck"-Online-Paket der Braunschweiger Allegro-Entwickler. Der Katalog wird auf dem Server des Potsdamer Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) liegen und in das Themenportal Zeitgeschichte-Online integriert werden. Somit ist die Möglichkeit gegeben, einen größeren Nutzerkreis anzusprechen. 
[Seit Mai 2005 zugänglich unter: http://www.zeitgeschichte-online.de/alg-agg/

Zunächst enthält der OPAC die Bestände folgender Berliner Institutionen: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz und Stiftung Topographie des Terrors. Es wurde auf die Möglichkeit hingewiesen, weitere Allegro-Kataloge kostengünstig in den gemeinsamen Katalog zu integrieren. Auch bei der Verwendung anderer Bibliotheksprogramme besteht die Möglichkeit zur Integration in den Gesamtkatalog. 
Ansprechpartner für alle Fragen mit Bezug auf den Online-Katalog: Matthias Mann (mann(at)ghwk.de).

Führung durch die Ausstellung Topographie des Terrors (http://www.topographie.de)

 

Donnerstag, 10.3.2005

Projektvorstellung "The Living History Forum" (Elias Seyoum)
Herr Elias Seymour, Bibliothekar am Forum Living History in Stockholm, stellte die Institution und ihre Arbeit vor. Er zeigte einen 20-minütigen Dokumentarfilm über die rechtsradikale Szene in Schweden mit ihren Verknüpfungen zu anderen europäischen Ländern. In dem Film wurde die Direktorin des Forums Dr. Heléne Lööw interviewt. Herr Seymour stellte dann die Arbeit des Forums vor, die aus dieser politischen Situation und einer Umfrage unter Schülern vor einigen Jahren bezüglich ihres Wissens über die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden erfolgte. Er wies auf Publikationen, Ausstellungen, Projekte und die Webpräsenz unter http://www.levandehistoria.org hin. Eine intensive Diskussion mit Fragen zu der unterschiedlichen Arbeit in Schweden und Deutschland im Gedenkstättenbereich folgte darauf.

Das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg e.V. - KZ-Gedenkstätte (Ulm) (Ilona Walosczyk)
Am 20. März 1933 wurde auf dem Truppenübungsplatz Heuberg bei Stetten am Kalten Markt das erste KZ in Württemberg errichtet. Da der Truppenübungsplatz Heuberg wieder für militärische Zwecke gebraucht wurde, wurde das Lager Ende 1933 geschlossen und in das Fort Oberer Kuhberg in Ulm verlegt. Seine damalige Bezeichnung war "Württembergisches Schutzhaftlager Ulm a.D.". Das Fort Oberer Kuhberg gehört zu den Militäranlagen, die nach den Napoleonischen Kriegen in den Jahren 1848-1857 gebaut wurden. Die Häftlinge, die ab November 1933 in das KZ eingewiesen wurden, waren in den unterirdischen Kasematten untergebracht. Im Juli 1935 wurde das Lager geschlossen und die verbliebenen Häftlinge in das KZ Dachau verlegt. Weitere Informationen zur Geschichte des Konzentrationslagers Oberer Kuhberg in Ulm, zu Möglichkeiten einer Besichtigung der Gedenkstätte sowie zu Publikationen zur Gedenkstätte sind auf der Website: www.dzokulm.telebus.de enthalten. Im DZOK kann man die CD-ROM "Virtueller Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte" zum Preis von 5 Euro erwerben. 

Das Ziel der Bibliotheksarbeit besteht darin, eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im Allgemeinen und seinen Auswirkungen auf die Stadt Ulm und die Region im Besonderen zu ermöglichen. Ausgangspunkt waren 600 Bücher im Jahre 1994. Heute umfasst der Bestand ca. 5500 Titel, die mit Hilfe des Computers katalogisiert sind. Der Bestand enthält nicht nur aktuelle Titel, sondern insgesamt auch 900 Schriften aus der NS-Zeit selbst. Auf Grund der finanziellen Lage und des Platzmangels musste der Büchererwerb in den vergangenen Jahren jedoch reduziert werden. Die Bibliothek ist eine Präsenzbibliothek, eine telefonische Voranmeldung ist wegen der begrenzten Zahl von Leseplätzen empfehlenswert.

Das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau (Laura Hottenrott)
Das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau, das unter dem Dach der Stiftung Sächsische Gedenkstätten arbeitet, befasst sich mit der Geschichte der Torgauer Haftstätten im 20. Jahrhundert - vom Wehrmachtstrafsystem über die sowjetischen Speziallager Nr. 8 und Nr. 10 bis hin zum Strafvollzug in der DDR.

Torgau im Hinterland des Zweiten Weltkriegs: Militärjustiz - Wehrmachtgefängnisse - Reichskriegsgericht
Die Nationalsozialisten strebten nach Wiedererlangung der militärischen Vormachtstellung Deutschlands. Aufrüstung und Wiedereinführung der Wehrpflicht waren Schritte zur Verwirklichung dieses Ziels. Außerdem wurde ein Militärjustizsystem geschaffen, das für alle militärischen und zivilen Delikte von Wehrmachtangehörigen zuständig war. Es bestand aus eigenständigen Gerichten mit Militärrichtern und aus Militärgefängnissen. Im Jahre 1939 befanden sich in Torgau zwei dieser Wehrmachtgefängnisse: Fort Zinna und Brückenkopf. Zu den Gefangenen gehörten Befehlsverweigerer, Deserteure und »Wehrkraftzersetzer«. Auch wegen krimineller Delikte verurteilte Soldaten waren unter den Häftlingen. Daneben wurden Angehörige des deutschen und europäischen Widerstandes als Zivilisten in Torgau inhaftiert. Sie waren vom Reichskriegsgericht, dem obersten Wehrmachtgericht, verurteilt worden. Es hatte 1943 seinen Sitz nach Torgau verlegt.Von den Wehrmachtgerichten wurden bis Kriegsende mehr als eine Million Wehrmachtangehörige verurteilt. Über 20 000 von ihnen wurden hingerichtet. In Torgau wurden nachweislich mindestens 171 Soldaten erschossen. Todesurteile an Zivilisten wurden im Zuchthaus »Roter Ochse« in Halle (Saale) vollstreckt.Am 25. April 1945 trafen amerikanische und sowjetische Truppen in Torgau aufeinander. Die historische Begegnung an der Elbe bedeutete das Ende des Wehrmachtstrafsystems in der Stadt.

»Feindliche Elemente sind in Gewahrsam zu halten« Die sowjetischen Speziallager Nr. 8 und Nr. 10 in Torgau 1945 bis 1948
Die sowjetische Geheimpolizei NKWD richtete in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) eine Reihe von »Speziallagern« ein. In Torgau gab es zwischen 1945 und 1948 zwei solche Lager. Sie befanden sich im vormaligen Wehrmachtgefängnis Fort Zinna und in der benachbarten Seydlitz-Kaserne.Im Lager Nr. 8 waren mehr als 8 000 Deutsche inhaftiert. Sie wurden gemäß einem NKWD-Befehl wegen der tatsächlichen oder angeblichen Mitgliedschaft oder Funktion in nationalsozialistischen Organisationen vollkommen von der Außenwelt isoliert. Konkrete Vergehen wurden ihnen nicht angelastet. Ihre strafrechtliche Verurteilung war nie beabsichtigt. Das Lager Nr. 10 diente als Durchgangsgefängnis für Tausende Deutsche und sowjetische Staatsbürger vor dem Abtransport in »Besserungsarbeitslager« in der Sowjetunion. Sie waren von Sowjetischen Militärtribunalen verurteilt worden. Den deutschen Gefangenen wurde »Spionage«, »Sabotage« oder »antisowjetische Propaganda« vorgeworfen. Die sowjetischen Gefangenen waren vor allem für Vergehen gegen die militärische Disziplin, wegen »Landesverrats« oder wegen krimineller Delikte bestraft worden.Mehr als ein Drittel der etwa 120 000 deutschen Gefangenen überlebte die Haft in den Speziallagern nicht. In den beiden Torgauer Lagern starben etwa 800 Menschen. 130 von ihnen wurden in Torgau hingerichtet. Anfang 1950 wurden die letzten Speziallager in der SBZ aufgelöst. Die sowjetische Besatzungsmacht übergab einen Teil der Gefangenen an den Strafvollzug der DDR. Einer der Haftorte war Torgau-Fort Zinna.

»Heute: Haus der Erziehung« Der Strafvollzug der DDR in Torgau 1950 bis 1990
Das frühere Wehrmachtgefängnis und sowjetische Speziallager Fort Zinna war zwischen 1950 und 1990 eine Strafvollzugsanstalt der DDR. Ziel des Strafvollzuges war die Erziehung der Gefangenen zur Einhaltung der Gesetze des sozialistischen Staates. Die Gefängnisse dienten jedoch nicht nur dem Schutz der Gesellschaft vor Kriminellen. Zu den ersten Insassen gehörten Gefangene der sowjetischen Speziallager nach deren Auflösung. Sie waren von Sowjetischen Militärtribunalen wegen Äußerungen gegen die sowjetische Besatzungspolitik, wegen »Spionage« oder wegen ihres Verhaltens während der Zeit des Nationalsozialismus verurteilt worden. Außerdem wurden in den 50er und 60er Jahren aktive Gegner der SED-Politik, die von DDR-Gerichten verurteilt worden waren, in Torgau gefangengehalten. Später überwog der Anteil derjenigen, die wegen krimineller Delikte inhaftiert waren. Daneben verbüßten auch Gefangene, die wegen »ungesetzlichen Grenzübertritts« oder anderer »Verbrechen gegen die DDR« verurteilt worden waren, ihre Strafen in Torgau. Der Haftalltag in Torgau war durch Kontrolle, Bevormundung und Schikanen geprägt. Die Insassen wurden durch Mitgefangene und Strafvollzugsangehörige bespitzelt. Das Gefängnis war heruntergekommen und überbelegt. Hygiene und Schutz der Gesundheit blieben bis zum Ende mangelhaft. Die Arbeitsnormen waren hoch. Im Herbst 1989 begehrten die Gefangenen gegen diese Missstände auf. Seit der Vereinigung 1990 ist die frühere Strafvollzugseinrichtung Torgau eine Justizvollzugsanstalt des Freistaats Sachsen.


Die ständige Ausstellung des DIZ Torgau »Spuren des Unrechts«, die in drei Teilabschnitten über die Torgauer Haftstättengeschichte informiert, wird im Schloss Hartenfels gezeigt. Die drei Bereiche der Ausstellung werden räumlich und gestalterisch klar getrennt. 
Die Ausstellung ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Die Bibliothek des DIZ Torgau umfasst etwa 2.500 Titel insbesondere zu den relevanten Themen NS-Militärjustiz, NKWD-Speziallager und Strafvollzug der DDR. Als Präsenzbibliothek steht sie Nutzern nach vorheriger Anmeldung zur Verfügung. 
Das Archiv des DIZ Torgau umfasst neben überwiegend personenbezogenen Akten und Berichten von Häftlingen Unterlagen zum Kriegsgefangenenlager Stalag IV D in Torgau und zu den KZ Nebenlagern MUNA Torgau sowie WASAG Elsnig. Meist sind dies Kopien aus öffentlichen Archiven.


Weitere Informationen:
Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau
Stiftung Sächsische Gedenkstätten
Schloß Hartenfels
Schloßstraße 27
04860 Torgau
Tel.:             (03421) 71 34 68      
Fax: (03421) 71 49 32
info@diz-torgau.de
www.diz-torgau.de

 

Die Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum (Ausstellung, Archiv und Bibliothek) (Barbara Welker)
Das Archiv wird seit 1990 aufgebaut. Gegenwärtig gibt es zwei feste Mitarbeiterinnen. Insgesamt umfaßt das Archiv gegenwärtig rund 450 laufende Meter Archiv- und Sammlungsgut, rund 2.500 Mikrofilme und rund 11.000 Mikrofiches.

Wichtigste Bestände:

1. Bestände aus dem früheren Gesamtarchiv der deutschen Juden (Akten von 400 jüdischen Gemeinden aus dem früheren Deutschen Reich, darunter über 1.000 Akten aus Berlin, überwiegend aus dem Zeitraum 19. und frühes 20. Jahrhundert. Aus der Zeit nach 1933 ist wenig Material vorhanden. Daneben sind Bestände jüdischer Organisationen überliefert (vor allem Deutsch-Israelitischer Gemeindebund und Verband der deutschen Juden) und einige Nachlässe (z.B. Teilnachlaß Leo Baeck und Nachlaß Regina Jonas - erste Rabbinerin in Deutschland). Die Bestände aus dem früheren Gesamtarchiv wurden und werden konservatorisch behandelt (Verpackung in archivgerechte Mappen und Kartons, Entsäuerung), wurden mikroverfilmt und teilweise digitalisiert.

2. Sonstige Bestände
Jüdische Gemeinde zu Berlin: Register des jüdischen Krankenhauses (Aufnahmebücher u.a.), Austrittskartei aus der Gemeinde, Beisetzungsregister des jüdischen Friedhofs Berlin-Weißensee 1880-etwa 1990
Jüdische Gemeinde Halle/Saale, Akten Ende 19. Jh. bis 1990
Jüdische Gemeinde zu Berlin 1945-1990
Verband der jüdischen Gemeinden in der DDR 1945-1990
Kartei und Akten Antragsteller auf Anerkennung als Opfer des Faschismus in Berlin nach 1945 bis ca. 1948
Personalakten jüdischer Zwangsarbeiter bei der Berliner Fabrik Warnecke & Böhm

3. Nachlässe und personenbezogene Bestände, darunter Manuskript von Gertrud Kolmar (Gedichtzyklus Das Wort der Stummen, 1933), Nachlaß Gottlieb (Emigration nach Shanghai), Sammlung Sigmund Feist (Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg), Nachlaß Emil Bernhard Cohn (Schriftsteller und Rabbiner)

4. Sammlungen (Fotos, Alben, Familienpapiere, Erinnerungsberichte, Flugblätter, Plakate, Drucksachen....)

Tätigkeit:
Erwerb neuer Bestände und Dokumente (in der Regel durch Schenkung oder Übernahme) und Verzeichnung (Archivprogramm AUGIAS), Erteilung von Auskünften (2004 insgesamt rund 1.200 Auskünfte), Betreuung von Benutzern, Mitarbeit bei Auswertung der Bestände (für Ausstellungen, Publikationen).

Literatur: 
Stefi Jersch-Wenzel/Reinhard Rürup (Hg.): Quellen zur Geschichte der Juden in den Archiven der neuen Bundesländer, Bd. 6: Stiftung "Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum" (2 Teile), München: Saur 2001 (Beständeübersicht und großer Teil der Findbücher)

Bibliothek: Bei der Gründung des Centrum Judaicum war ursprünglich keine Einrichtung einer eigenen Bibliothek geplant, da sich im Haus die Zweigstelle der Bibliothek der Jüdischen Gemeinde zu Berlin befindet. Seit einigen Jahren ist diese Bibliothek, nachdem die Bibliothekarin Frau Kirchner in Rente gegangen ist, nur noch unregelmäßig (höchstens einen Tag pro Woche) geöffnet und es werden keine neuen Bücher angeschafft. Daneben gab es eine wachsende Zahl von Büchern im Centrum Judaicum, die im Zusammenhang mit Ausstellungen und Projekten und Interessenschwerpunkten einzelner Mitarbeiter gekauft wurden bzw. als Belegexemplare, Schenkung oder mit Übergaben von Beständen und Nachlässen in das Haus gelangten. Daher wurde es erforderlich, diese Bücher zu ordnen und zu katalogisieren. Benutzen können die Bibliothek die Mitarbeiter des Hauses und, nach einem vorläufigen Abschluß des Projekts, auch auswärtige Benutzer (als Präsenzbestand). Die Katalogisierung erfolgt mit Hilfe des Programms Allegro. Eine Aufnahme in den Verbundkatalog der Gedenkstättenbibliotheken ist vorgesehen. Gefördert wird dieses Projekt von der Krupp-Stiftung, allerdings läuft es im Sommer aus. (Momentan gibt es noch keine Aussicht, daß die Stelle für die Bibliothekarin dann darüber hinaus weiter finanziert werden kann.) Der Bücherbestand beläuft sich z.Z. auf rund 10.000 Bände.

 

Freitag, 11.3.05

Das Deutsche Institut für Menschenrechte (Schwerpunkte: Menschenrechtsbildung und Institutsbibliothek)
(Claudia Lohrenscheit, Anne Sieberns)

Ressourcen im Netz:
Informationen zur Menschenrechtsbildung auf den Seiten des Institut für Menschenrechte:
www.institut-fuer-menschenrechte.de

Lohrenscheit, Claudia; Rosemann, Nils: Perspektiven entwickeln - Menschenrechtsbildung in Deutschland. Zusammenfassung der Ergebnisse zur Bestandsaufnahme und Positionsbestimmung des Deutschen Instituts für Menschenrechte (Februar 2003) (17 S.): Perspektiven entwickeln - Menschenrechtsbildung in Deutschland.pdf


http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/uploads

Neue Publikation:
KOMPASS - Ein Handbuch zur Menschenrechtsbildung für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit
Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Europarat das Handbuch KOMPASS herausgegeben. Diese deutschsprachige Ausgabe der vom Europarat entwickelten Publikation "COMPASS - A Manual for Human Rights Education for Young People" ist das erste umfassende Lehr- und Methodenwerk zur Menschenrechtsbildung in deutscher Sprache.

Die Bibliothek des Instituts für Menschenrechte


Urheberrecht und elektronische Bibliotheksangebote
(Dr. Gabriele Beger, Hausdirektorin Berliner Stadtbibliothek)

Frau Beger weist auf folgende Internetadressen hin, auf denen man wichtige Aufsätze und Stellungnahmen zum Thema findet:
www.urheberrecht.org
www.urheberrechtsbuendnis.de
www.bibliotheksverband.de

Eine umfangreiche Publikation zum Thema "Informationsrecht" von Prof. Thomas Hoeren (Stand: März 2005) von der Universität Münster ist im Netz verfügbar und wird von Frau Dr. Beger sehr empfohlen: 
http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/material/Skript/skript_maerz2005.pdf

Ein weiterer Literaturtipp von Frau Dr. Beger: Die Reihe "Bibliotheksrecht" im Harrassowitz Verlag, von der bisher erschienen sind: 
Band 1: Entscheidungssammlung zum Bibliotheksrecht, 
Band 2: Gutachtensammlung zum Bibliotheksrecht, 
Band 3 Rechtsvorschriften für die Bibliotheksarbeit. 
Der Band 4, das Lehrbuch, ist in Arbeit.

Abschlußbesprechung

Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Bauer, Silke (Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen) 
Bufius, Olga (Berlin) 
Fischer, Georg (KZ-Gedenkstätte Neckarelz) 
Gauding, Daniela (Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum) 
Genest, Annekathrin (Stiftung Topographie des Terrors) 
Grunert, Annette (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) 
Haardt, Miriam (Wiener Library, London) 
Hank, Sabine (Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum) 
Hildebrandt, Doris (Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) 
Hofmann, Rosmarie (Gedenkstätte Buchenwald) 
Hottenrott, Laura (DIZ Torgau) 
Kolmans, Elke (Stiftung Topographie des Terrors) 
Lehmann, Iris (Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum) 
Mann, Matthias (Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz)
Müller, Barbara (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen) 
Müller-Oelrichs, Gaby (Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz)
Nepp, Günter (Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) 
Roßmann, Margarete (Deutsches Institut für Menschenrechte) 
Runge, Eva (Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz) 
Seyoum, Elias (Schweden) 
Sieberns, Anne (Deutsches Institut für Menschenrechte) 
Sieder, Irmgard (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg)
Surke, Cathrin (Berlin) 
Sürth, Astrid (NS-Dokumentationszentrum Köln)
Sydow, Karsten (Stiftung Topographie des Terrors) 
Tätzler, Klaus (Gedenkstätte Bergen-Belsen) 
Tempel, Ulrich (Stiftung Topographie des Terrors) 
Walosczyk, Ilona (DZOK Ulm) 
Warnecke, Manfred (Gedenkstätte Deutscher Widerstand) 
Welker, Barbara (Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum)
Wernowsky, Bettina (Bürgerkomitee Sachsen-Anhalt e.V.)


Das nächste Treffen der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB) findet im Rahmen des 44. bundesweiten Gedenkstättenseminars in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme statt (22.-25.9.05). Die AGGB-Tagungseinheiten sind für Freitagnachmittag (23.9.05) und für Samstagnachmittag (24.9.05) geplant.