10. Treffen

Protokoll des 10. Treffens der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken 
vom 26.-28. März 2003 in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück 

Mittwoch: 26.03.03

Führung über das Gelände der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück durch die Leiterin Frau Prof. Jacobeit

Vorstellungsrunde

Führung durch die Bibliothek der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück durch Cordula Hoffmann 

Donnerstag: 27.03.03

Weiterführung der Online-Datenbank der AGGB 
(Matthias Mann, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin, Anne Sieberns, Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin)

Da sowohl in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz als auch bei der TU in Braunschweig personelle Änderungen eine Weiterführung der bisherigen Arbeitsabläufe der Online-Datenbank in Frage stellen und andere Lösungen kostenintensiv sind, wurde über die Aufteilung der auf die AGGB zukommenden Kosten diskutiert. Dabei stellte sich heraus, daß sich drei der sechs am Internetkatalog beiteiligten Institutionen mit Sicherheit nicht mehr am gemeinsamen Katalog beiteiligen würden, wenn für sie damit ein finanzieller Aufwand verbunden wäre. Eine Institution stellte ihre weitere Teilnahme in Frage. Man einigte sich darauf, bis Anfang Mai in den eigenen Institutionen nachzufragen, ob eine finanzielle Beteiligung am AGGB-Internetkatalog möglich sei. Je nach Ergebnis soll dann in der AGGB weitergeplant werden. Alle Anwesenden betonten ihren Wunsch, die Datenbank - in welcher Weise auch immer - weiterzuführen, da der Katalog ein sehr gutes Auskunfts- und auch „Werbe“mittel der Gedenkstättenbibliotheken ist. 

Vorstellung der AGGB und der AG Gedenkstättenbibliotheken zur Diktatur in der SBZ/DDR. Formen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit 
(Jörg Morré, Gedenkstätte Bautzen, Gabi Müller-Oelrichs, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin, Irmela Roschmann-Steltenkamp, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin)

Frau Müller-Oelrichs skizzierte kurz die Gründung und die bisherigen Tagungen der AGGB. Herr Morré stellte die AG Gedenkstättenbibliotheken zur Dikatur und der SBZ/DDR vor und berichtete über die Treffen. 
In der anschließenden Diskussion ging es um mögliche Formen der Zusammenarbeit zwischen der AGGB und der AG Gedenkstättenbibliotheken zur Diktatur in der SBZ/DDR. Es wurde vereinbart, die jährlichen Treffen im März jeweils gemeinsam zu veranstalten. Die Themenschwerpunkte werden auf die Zeit nach 1945 und die SBZ/DDR ausgeweitet. Der Adresspool wird um die Teilnehmer/-innen der AG „nach 45“ ergänzt, denen nun ebenfalls alle Unterlagen zugeschickt werden.

Information und Dokumentation in Gedenkstätten 
(Jutta Lindenthal, wiss. Dokumentarin Berlin, Ulrich Tempel, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin) 

Forschendes Lernen – archivpädagogische Projekte in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück 
(Matthias Heyl, Leiter Jugend- und Begegnungsstätte Ravensbrück, Cordula Hoffmann, Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück) 

Freitag: 28.03.03

Geraubte Bibliotheken in der NS-Zeit in Österreich 
(Dr. Evelyn Adunka, Wien) 

Seminarauswertung 
Planungen für die nächsten Tagung in Moringen im September 2003 und im März 2004 in der Gedenkstätte Sachsenhausen

Das Seminar endete mit der Planung der beiden nächsten Tagungen. Ende September findet das Gedenkstättenseminar in Moringen statt, wo die AGGB zwei Arbeitsgruppentermine haben wird: 
1. Wichtige Internetseiten für Historiker und/oder Bibliothekare/-innen. 
2. Literaturübersicht über „Asoziale in Konzentrationslagern und ihre Entschädigung nach 1945“. 
Das AGGB-Treffen im März 2004 wird zum Thema „Die Nachkriegszeit 1945-1949“ in der Gedenkstätte Sachsenhausen veranstaltet. Schwerpunkte sind Spezial-, DP- und Internierungslager nach 1945, Lagerzeitungen, berufliche Kontinuitäten von Bibliothekaren/-innen vor und nach 1945 sowie Restitution von geraubten Büchern. 
Der eigentlich geplante Termin vom 24.-26.04 wird auf Grund der gleichzeitig stattfindenden Leipziger Buchmesse und des Deutschen Bibliothekartags auf den 17.-19.03.04 vorverlegt. 


Anwesenheitsliste

Evelyn Adunka, Wissenschaftlerin, Wien 
Detlev Balzer, Hamburg 
Silke Bauer, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen 
Karin Bürger, Moses Mendelssohn Zentrum 
Georg Fischer, KZ-Gedenkstätte Neckarelz e. V. 
Andre Gursky, Gedenkstätte Roter Ochse Halle 
Mirijam Hardt, Dokumentarin 
Matthias Heyl, Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück 
Cordula Hoffmann, Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück 
Rosi Hofmann, Gedenkstätte Buchenwald 
Erwin In het Panhuis, Stadt Köln NS-Dokumentationszentrum 
Maria Jung, Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 
Robert Lebegern, Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth 
Jutta Lindenthal, Berlin 
Matthias Mann, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz 
Jörg Morré, Gedenkstätte Bautzen 
Barbara Müller, Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen 
Gaby Müller-Oelrichs, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz 
Marion Neumann, Verein Aktives Museum 
Stefan Nowotzin, Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR 
Julia Puth, KZ-Gedenkstätte Neuengamme 
Irmela Roschmann-Steltenkamp, Stiftung Topographie des Terrors 
Margarete Roßmann, Stiftung Topographie des Terrors 
Ewa Runge, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz 
Marion Scharn, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg 
Edeltraut Schure, Mahn- und Gedenkstätte Wöbbelin 
Anne Sieberns, Deutsches Institut für Menschenrechte 
Klaus Tätzler, Gedenkstätte Bergen-Belsen 
Ulrich Tempel, Stiftung Topographie des Terrors 
Manfred Warnecke, Gedenkstätte Deutscher Widerstand