Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB)
Die Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB) wurde 1998
auf Initiative der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz,
Berlin und der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin ins Leben gerufen. Sie
will die Arbeit und Akzeptanz der Bibliotheken in den Gedenkstätten durch
Kooperation, fachlichen Austausch und gezielte Fortbildung unterstützen.
Zur Zeit beteiligen sich 56 Personen aus 41 Gedenkstätten/Institutionen
regelmäßig an der Arbeitsgemeinschaft. Die beteiligten Institutionen
sind sowohl Gedenkstätten für die Opfer des NS-Regimes als auch Gedenkstätten
zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Arbeitstreffen werden zweimal jährlich
in unterschiedlichen Gedenkstätten abgehalten: Ende März in Form eines
dreitägigen Seminars der AGGB und im Herbst im Rahmen der von der Stiftung
Topographie des Terrors und anderen Kooperationspartnern organisierten Gedenkstättenseminare.
Die dreitägigen Seminare im März sind allgemeinen bibliothekarischen
Themen vorbehalten und werden von allen AGGB-Teilnehmer/-innen besucht, während
die Treffen im Rahmen der Gedenkstättenseminare im Herbst inhaltlich von
der veranstaltenden Institution abhängig sind und nur einen Teil der AGGB-Mitglieder
betreffen. Darüber hinaus veranstalten die Bibliothekare/-innen der Gedenkstätten
zur Aufarbeitung der SBZ und SED-Diktatur einmal jährlich ein Treffen unabhängig
von der AGGB.
Planung und Organisation der Treffen sowie allgemeine AGGB-Angelegenheiten
sind in der Stiftung Topographie des Terrors angesiedelt. Ein zentrales Projekt
der AGGB ist der gemeinsame Internetkatalog. Der Katalog
wird von Matthias Mann, Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz,
gepflegt. Daneben gibt es einen kontinuierlichen Austausch über Fragen der inhaltlichen
Erschließung, der von Jutta Lindenthal (Lübeck) und Ulrich Tempel (Berlin) getragen
wird. Ansprechpartner für alle Fragen zum Thema Inhaltserschließung/Thesaurusarbeit
ist Ulrich Tempel.
Auf den bisherigen
AGGB-Veranstaltungen wurden - u.a. mit Referenten/-innen - zahlreiche bibliothekarische
Themen erörtert, die für die Arbeit in Gedenkstättenbibliotheken
relevant sind. Hierzu gehören z. B. Sponsoring, Rechtsfragen in (Gedenkstätten-)Bibliotheken,
Buchrestauration, altersgerechte Kinder- und Jugendliteratur zu Nationalsozialismus
und Holocaust, Schriftentausch etc.